Menz l "Menzer-Kirche-Einkaufsmünzen, wer will eine Menzer-Kirche-Einkaufsmünze kaufen?", schallte es am Sonnabend über den Menzer Kirchberg. Zum traditionellen Kirchbergfest hatte der Förderverein "Kirche St. Paulus Menz und Kirchberg Menz" geladen und stellte dort die neue Spendensammelmethode des Vereins vor: Einkaufsmünzen, die die Menzer Kirche zeigen. Die formschöne und gleichzeitig praktische Darstellung gibt es in den Farben Silber und Altmessing "für mindestens zwei Euro" zu erstehen - die vollen zwei Euro (oder auch mehr) gehen als Spende an den Förderverein.

Der Anhänger war ein Geschenk zum zehnjährigen Jubiläum des Vereins in diesem Jahr von Pfarrer a. D. Schlegelmilch. Der ehemalige Pfarrer in Menz wollte etwas Besonderes und Weiterbringendes schenken. Das scheint ihm gelungen zu sein. Nach der Vorstellung des Anhängers durch Vereinsvorsitzenden Fritz Schmiehl am Sonnabend und das Anpreisen durch Marita Dressel, die den Verkauf übernahm, gingen die Anhänger weg wie warme Semmeln. 466 Anhänger hat der Verein, mehr als einhundert konnte Maria Dressel am Wochenende bereits verkaufen. "Und einige haben auch ein wenig mehr als zwei Euro gegeben", so Dressel. Das freute sie besonders und sie hofft, dass es so weiter geht.

Aber nicht nur der neue Einkaufsanhänger war einen Attraktion am Sonnabend. Eberhart Schopp vom Agrarunternehmen Menz hatte zur großen Storchenschau geladen. Und nachdem sich die Regenwolken von der Eröffnung etwas verzogen hatten, kam der Trecker mit Personenanhänger vorgefahren und wurde auch sofort vor allem von den Kindern in Beschlag genommen. Fast alle Menzer, die da waren, wollten die Störche sehen. Auch die Namenssuche für den rotschnabeligen Nachwuchs wurde aktiv in Angriff genommen. Renate Schopp war mit vorgedruckten Zetteln unterwegs und sammelte Namen für ein Mädchen und einen Jungen. 100 Zettel hatte sie dabei, und mit 200 Namensvorschlägen, gesammelt in einer grünen Kiste, nahm sie sie wieder mit. Groß und Klein beteiligten sich begeistert an der Namensfindung. Wie die beiden Jungstörche endgültig heißen sollen, wird aber erst noch entschieden. Der Storchensachverständige des Landkreises soll bei der Beringung des Storchennachwuchses die Namen aus der Kiste ziehen.

Das Fest sahen alle Beteiligten als Erfolg. Ortsbürgermeisterin Margit Peters freute sich über den guten Zuspruch, nicht zuletzt, weil auch der Termin der Volksstimme Foto-Olympiade beim Fest war. "Aber vielleicht sollten wir demnächst den Termin überdenken, denn es sind viele andere Dorffeste an diesem Wochenende", merkte Marita Dressel an.

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