Parchau l Nicht nur die Elbe spielte mit, auch das Wetter. Jedenfalls fast am gesamten Wochenende. So konnte ordentlich gefeiert werden. Vorbereitet worden war die Feier von allen Vereinen des Ortes. Lutz Wernecke, der Ortsbürgermeister, bemühte sich auch redlich, keinen derer zu vergessen, die aktiv an der Vorbereitung und der Feier selbst mitwirkten: alle Vereine, die freiwillige Feuerwehr, das DRK...

Am Sonnabend hatte es nach dem Festakt in der Kirche und einem bunten Umzug allerlei interessante Wettkämpfe auf dem Sportplatz gegeben. Da wurde gekegelt und "geangelt", Kinder und Erwachsene übten sich im Schubkarrenwettlauf und auch die Männer durften beim Handtaschenweitwurf mitmachen. Eine aufregende Disziplin, die aber auch gar nichts mit dem abendlichen Tanzvergnügen im Saal des Gemeindezentrums zu tun hatte.

Die Jagdgenossenschaft Parchau/Ihleburg/Burg zeigte in ihrer Ausstellung verschiedene Tierpräparate und informierte über die Tätigkeit der Jäger. Wohl auch mit dem Ziel, zwei Aufgaben miteinander verknüpft anzugehen: Nachwuchs zu werben und die Nützlichkeit des Jagdwesens zu erläutern. Am Stand waren Matthias Müller, Udo Fräßdorf, Roland Klopsch, Stefan Dreßler und Ronny Straubel mit dem Erfolg sehr zufrieden.

Detlef Stürmer ist Hobbyimker, er zeigte an seinem Stand allerlei Wissenswertes über Bienen, ihre Zucht und die Honiggewinnung. 15 Völker betreut der Mann. Es artet in Arbeit aus, erzählte er der Volksstimme, doch es sei wie eine Sucht. Eine Leidenschaft, die er von seinem Vater übernommen hat. Wer wollte, konnte auch Honig kaufen. Auch Detlef Stürmer war zufrieden mit seiner Kundschaft. Diane Naumann bot an ihrem Stand Parchauer Jubiläumstassen an.

Die Frauen der Handarbeitsgruppe, Rosie Schaulis, Elfriede Bringezu, Maria Ahlert, Dora Domröse und Ingrid Schumann, präsentierten ihre Werke an einem eigenen Stand und fanden viele Bewunderer ihrer Arbeiten. Derweil spielten die Reesener Jagdhornbläser munter auf, und die Kinder der Parchauer Kindertagesstätte hatten die Herzen der Festgäste mit ihrem Programm höher schlagen lassen.

Die Stimmung war toll, aber es sollte noch schöner werden. Am Nachmittag klang das Treiben auf dem Festplatz aus. Alles rüstete sich für die Tanzveranstaltung, auf der bis tief in die Nacht gefeiert wurde.

Aber nicht nur, denn beim morgendlichen Frühschoppen machte schon die Kunde die Runde, dass die Aale in der letzten Nacht gut gebissen haben sollen. Ein Angler habe gleich sechs gefangen, und was für welche! Anglerlatein? Wer weiß...?

Jedenfalls waren die Parchauer wieder pünktlich auf dem Festplatz. Und gegen zehn Uhr schmeckte auch das Bier schon wieder. Unterdessen war eine Galerie von landwirtschaftlicher Technik und was es darüber hinaus an technischen Besonderheiten gibt, vom Trabbi bis zum Moped, in Parchau auf dem Sportplatz aufgebaut. Während die älteren Parchauer sich dadurch an die jungen Jahre erinnerten und mit glänzenden Augen fachsimpelten, erfreuten sich Parchaus Knirpse an den Geräten. Natürlich muss man mal auf einem Traktor gesessen oder so einen riesigen Mähdrescher bestiegen haben.

Viele anerkennende Worte waren zu hören. Die Ausstellung sei klasse. Bei diesem Fest könne man mal sehen, was eine Dorfgemeinschaft auf die Beine stellen kann... Dergleichen mehr. Ortsbürgermeister Lutz Wernecke muss es in den Ohren geklungen haben.

Während auf dem sonnigen Festplatz Alt und Jung beieinander standen oder saßen und einen gemütlichen Vormittag genossen, strömten die Fans der Blasmusik ins Gemeindezentrum. Mehr als 100 waren gekommen, um die Fienerländer Musikanten zu erleben, die mit so mancher Polka die älteren Parchauer erfreuten. Gegen Mittag füllte sich der Platz aufs Neue. Warum denn zu Hause kochen, wenn es doch dort viel gemütlicher ist? Das wussten auch viele Burger und nutzten das schöne Wetter zu einem Ausflug nach Parchau.

 

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