Theeßen/Küsel l Zu einer Einsatzübung in der Autobahnmeisterei Theeßen wurden kürzlich die Ortsfeuerwehren Küsel (mit acht Kameraden vor Ort), Theeßen (5), Wüstenjerichow (5), Krüssau (8) und Grabow (7) gerufen. Insgesamt kamen bei der Einsatzübung zwölf Atemschutzgeräteträger zum Einsatz. Die Übungskonzeption wurde von der Ortsfeuerwehr Küsel durch Ortswehrleiter Sven Rabach erarbeitet.

Die Einsatzübung diente in erster Linie der Zusammenarbeit der eintreffenden Feuerwehren und der Festigung und Vervollkommnung von Fähigkeiten der Einsatz- und Führungskräfte. Dazu kam der wirkungsvolle taktisch richtige und gefahrlose Einsatz sowie der praxisnahe Umgang mit der einzusetzenden Technik.

Die Aufgaben für die insgesamt 33 an der Übung teilnehmenden Kameraden waren vielfältig. So galt es, Personen aus dem Meistergebäude zu retten und die Löschwasserversorgung aus Löschwasserbehälter und Flachspiegelbrunnen aufzubauen. Außerdem galt es, einen Kfz-Brand in der kleinen Fahrzeughalle zu bekämpfen, die Tankstelle mit Wasser gegen übergreifende Flammen abzuschirmen und den Technische Hilfe-Einsatz von Hebekissen zu üben. Im Zuge der Übung kam zusätzlich noch hinzu, auslaufende brennende Flüssigkeit unter einem Fahrzeug (Entstehungsbrand), in dem sich ein bewusstloser Fahrer befand, zu beseitigen.

Übungsobjekt war nur zwei Wehren bekannt

"Wir haben unser Übungsziel erreicht und bestehende Mängel erkannt", schätzte Einsatzleiter Christian Kraus von der Ortsfeuerwehr Grabow ein. Das Übungsobjekt war bisher nur den Wehren aus Theeßen und Küsel bekannt. Zu Beginn der Übung haben Kameraden gefehlt. Christian Kraus: "Die Leutezahl war gerade ausreichend." Das Zusammenwirken der Gruppen untereinander schätzte der Einsatzleiter als in Ordnung ein.

Probleme gab es hingegen mit den Funkgeräten. Die Theeßener Kameraden benutzten Geräte, die für den Innenangriff vorgesehen sind. Eine Verständigung mit den anderen Wehren war nur schwer möglich. "Wir haben dann versucht, kurzzeitig auf analog umzuschalten. Das Problem dabei war, dass die Akkus fast leer waren", so Christian Kraus. "Der Übungsbedarf beim Funken ist erkannt."

Bei größeren Einsatzlagen, das hat die Einsatzübung gezeigt, ist der Aufbau einer Technischen Einsatzleitung (TEL) erforderlich. In diesem Zuge sei es sinnvoll und wie schon länger angedacht, einen Kommandowagen für den Autobahnbereich auszubauen.

Aus Mangel an Funktionswesten hatte Einsatzleiter Christian Kraus orange und gelbe Verkehrswesten zum Tragen angewiesen. Ein Gruppenführer war so an seiner orangefarbenen Weste erkennbar. Der Einsatzleiter trug gelb.

Insgesamt gesehen wurde die Einsatzübung trotz einiger Mängel aber als gut von den Beteiligten eingeschätzt.

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