Thorsten Fabrizi, der Kantor von Loburg, beendet zum Monatsende seine Arbeit im Kirchenkreis Loburg-Leitzkau. Einen Nachfolger für ihn gibt es noch nicht, die Stelle ist neu ausgeschrieben worden.

Loburg/Stegelitz l Auf Nachfrage bestätigt der evangelische Pfarrer von Loburg, Georg Struz: "Herr Fabrizi wechselt zum 1. Juli nach Wollin. Unsere Kantorenstelle im Umfang von 50 Prozent wurde ausgeschrieben."

Den Kantor, der gebürtig aus Nordrhein-Westfalen stammt, hätten sicher manche gerne in der Region gehalten. Aber es war wohl auch der Umstand, dass in Loburg-Leitzkau keine "ganze" Kantorenstelle zu besetzen war. Die evangelische Kirche von Möckern verfügt über keine Kantorstelle. Diese Arbeit hatte bis zu ihrem Eintritt in den Ruhestand die Katechetin Editha Weber mit übernommen.

Chrorprojekte könnten weiter stattfinden

Ganz verloren geht Fabrizi den Loburgern aber wohl vorerst nicht. Denn Fabrizi hält an seiner Idee von Projektchören fest und denkt angesichts seiner beruflichen Weiterentwicklung sogar noch etwas größer: "Es könnte ein Projekt mit ambitionierten Sängern aus dem Raum Loburg und dem Bereich Wollin werden", lässt Fabrizi durchblicken.

In Loburg hatte Fabrizi die Kantorei geleitet und ebenso den Posaunenchor der Laurentius-Kirchen von Loburg und Möckern. Seine Fähigkeiten als Organist wird Thorsten Fabrizi noch einmal am morgigen Sonntag in Stegelitz unter Beweis stellen, allerdings zur "Unzeit": Ausgerechnet, wenn sein Vorgänger Roland Theuring in Fabrizis Noch-Wirkungsstätte zum "Loburger Orgelsommer" bittet, spielt Fabrizi mit Philipp Weihrauch am Sonntag um 17 Uhr in Stegelitz an der Hartmann-Orgel auf.

Mittelpunkt des Programms dort wird die Sonate D-dur für Viola da gamba und obligates Cembalo von J.S. Bach sein, wobei die historische Hartmann-Orgel den Part des Cembalos übernimmt. Außerdem auf dem Programm: Auszüge aus den Suiten für Violoncello solo, sowie Orgelwerke von Johann Sebastian Bach (Pièce d`orgue, Toccata e-moll, Auszüge aus dem Wohltemperierten Klavier).