Großes Treffen der Kinder- und Jugendfeuerwehren des Landkreises Jerichower Land am Wochenende in Friedensau: 304 Nachwuchsbrandbekämpfer und deren Ausbilder haben sich auf dem hiesigen Zeltplatz erstmals zu einem großen gemeinsamen Zeltlager eingefunden.

Friedensau l Die just erfolgreich beendete Rettungsaktion des verunglückten Höhlenforschers lässt grüßen: An einer der zahlreichen Stationen auf dem Friedensauer Campingplatz hat das Technische Hilfswerk (THW) zwei Stationen aufgebaut, die doch sehr an das Geschehen im Berchtesgadener Land erinnert. Eine Rettungsaktion aus einem dunklen Tunnel und eine Bergung aus der Höhe haben die Retter mit den blauen Autos für die Nachwuchsretter mit den roten Autos aufgebaut.

Bei dem improvisierten Tunnel mit "schiefer Ebene" und Hindernisparcours handelt es sich um ein Einsatzgerüstsystem, welches auch bei Prüfungen des THW verwendet wird, erläutert Christian Schulz, der für die Aktionen des THW-Ortsverbandes Burg in Friedensau verantwortlich ist. Neben den spannenden Rettungsparcours haben die 17 angereisten THW-ler aus der Kreisstadt auch einen Gerätekraftwagen und die Feldküche nach Friedensau mitgenommen.

Ebenfalls erfährt die Kreisjugendfeuerwehr an diesem Wochenende Unterstützung vom Katastrophenschutz, dem CVJM und dem Deutschen Roten Kreuz.

34 Nachwuchswehren von 55 im Landkreis mit dabei

Die Masse der Teilnehmer an diesem Wochenende stellen aber doch die Kinder und Jugendlichen der Freiwilligen Feuerwehren im Jerichower Land. 218 Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 18 Jahren nehmen an der Feuerwehrolympiade teil, dazu kommen 86 Betreuer.

Kreisjugendwart André Fräsdorf hat allen Grund, zufrieden zu sein: "Von 55 Kinder- und Jugendwehren sind an diesem Wochenende 34 mit von der Partie, das ist ein tolles Ergebnis." Ziel der erstmalig auf Kreisebene in dieser Größe stattfindenden Veranstaltung ist es, alle Nachwuchsfeuerwehren zusammenzuführen und auch die anderen Hilfsverbände vorzustellen. Im Mittelpunkt steht das "aktive Erleben".

Dazu gehört auch das gemeinsame Ablegen des Abzeichens "Jugendflamme", einer Auszeichnung, die nach dem Absolvieren mehrerer feuerwehrtechnischer Übungen erhalten werden kann.

An sechs Stationen mussten die jungen Brandhelfer zeigen, dass sie in ihrer Ausbildung gelernt haben, wie Schläuche gekuppelt, Knoten gebunden oder Leitern angestellt werden. Doch auch der Spaß sollte nicht zu kurz kommen.

Nach dem ersten Mal soll nun überlegt werden, wie die Veranstaltung künftig weiter geführt werden kann, meint André Fräsdorf. Im Zentrum der Überlegungen stehen dabei der Ort kommender Treffen und auch die Frage, ob diese Treffen auf Kreisebene künftig jährlich oder alle zwei Jahre stattfinden sollen.

 

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