Körbelitz/Möser l Die Baustellenschilder blockieren die Weiterfahrt. Von weitem sind die Baufahrzeuge bei der Arbeit zu beobachten: Zwischen Körbelitz und ehemaliger Gärtnerei wird der Verbindungsweg ausgebaut.

Aller Voraussicht nach wird ab Mittwoch mit dem Gießen der Betonspurbahnen begonnen. Dass der ländliche Weg nicht als Asphaltstraße entstehen kann, damit ist der Möseraner Bürgermeister Bernd Köppen nicht ganz zufrieden. Aber die Auflagen der Unteren Naturschutzbehörde hätten nur die Spurbahnen zugelassen, erklärte er.

Der ländliche Weg ist Teil des Wegekonzeptes, das sich die Gemeinde Möser gleich zu Beginn ihres Bestehens vor vier Jahren gegeben hatte. "Zusammenwachsen erfordert Verbindungen", sagte Bernd Köppen. Das Wegekonzept beschäftigt sich zum einen mit der Verbindung der Möseraner Ortschaften untereinander als auch mit der Anbindung an die Nachbargemeinden.

Als erstes Vorhaben war der Weg zwischen Möser und Lostau realisiert worden. Gegen den Ausbau hatte sich anfangs Protest formiert. Die Befürchtung war groß, dass viele Autofahrer die Strecke als Abkürzung nutzen. Während des Hochwassers 2013 war der ländliche Weg eine Zeit lang die einzige Verbindung der Lostauer zur Außenwelt gewesen. Bei Radfahrern, Spaziergängern mit und ohne Hund ist der Abschnitt inzwischen sehr beliebt.

Die Idee, den Weg zwischen Körbelitz und ehemalige Gärtnerei/ Anbindung zur B1 für Radler herzurichten, ist nicht neu. Der in den 1990er Jahren angelegte Schotterweg war jedoch immer wieder überwuchert, weil für die regelmäßige Pflege keine Lösung gefunden wurde.

Die Unterhaltung dieses Radweges hätte auch aus Sicht der Gemeinde Möser zu viel Kraft gekostet. Da habe man sich dafür entschieden, sich lieber dafür einzusetzen, dass die Verbindungsstrecke als ländlicher Weg ausgebaut werden kann.

Es entstehen zwei jeweils einen Meter breite Betonspuren, Ausweichmöglichkeiten und Auffahrten, damit die Landwirte ihre Ackerflächen erreichen können. Bereits Ende Juli soll die Strecke fertig sein.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf 268 000 Euro. Rund 188 000 Euro erhält die Gemeinde Möser an Fördermitteln. Diese haben zum einen das Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF) bewilligt, und zum anderen fließen Zuschüsse über das Leader-Programm.