Tolle Stimmung herrschte beim 23. Sommerfest der Einrichtungen des Cornelius-Werkes Burg am Sonnabend ihr diesjähriges Sommerfest. Wie immer stand die Arbeit mit den Menschen im Vordergrund - die mit den Senioren ebenso wie die mit den Jugendlichen. So fand sich auf dem Gelände ein Gemisch aller Altersgruppen ein.

Von Roland Stauf

Burg l Die erste Überraschung hatte Pfarrer Matthias Stahlmann, Leiter der kirchlichen Arbeit der Dachstiftung des Corneliuswerks, dabei. Er brachte 40 spendenfinanzierte Gesangbücher mit und übergab sie den Burgern. Diese sind speziell für ältere Menschen entwickelt worden, bestehen aus besonders leichtem Material, sie bleiben aufgeschlagen, klappen also nicht von selbst wieder zu, und das Format passt in jedem Rollator. Es handelt sich dabei um eine gemeinsame Entwicklung eines Pastors, eines Ergotherapeuten, eines Kirchenmusikers und eines Druckers, illustriert von Mitarbeitern des Corneliuswerkes.

Kinder des evangelischen Grundschulhortes hatten Kerzen hergestellt, die im Rahmen des Gottesdienstes an das Altenhilfezentrum übergeben wurden. Sie sollen dann während der Andachten entzündet werden.

Das Sommerfest sei zu einer guten Tradition geworden, betonte Simone Garnich, Leiterin des Bereichs Altenpflege. Das sei möglich dank des großen Engagements von ehrenamtlichen Helfern, Mitarbeitern und Förderern. Über 3000 Euro waren gespendet worden, die Sachspenden nicht gerechnet. Darunter herausragend natürlich der Elektroroller, der am Ende der Veranstaltung bei der Tombola verlost wurde.

Jedenfalls war eine Menge los. Zwei Hüpfburgen sorgten für die körperliche Fitness der Jüngsten und waren ständig belegt. Die Älteren erfreuten sich bei Musik und Unterhaltung am Kuchenbuffet oder an den anderen Versorgungsständen. 110 Liter Erbsensuppe hatte Anke Heckel, die Küchenleiterin des Altenheimes, in ihrer Gulaschkanone. Es wurde gegrillt und es gab auch andere Thüringer Spezialitäten, kalte und warme Getränke, ein riesiges Angebot beim Trödelmarkt, Geschenkideen, Begeisterung beim Fußballturnier auf dem benachbarten Sportplatz der Einstein-Schule oder beim Reiten auf den Pferden eines Zerbener Reiterhofes. Wer wollte, konnte eine Tour mit dem Kremser fahren, der aus Lostau gekommen war.

Gebastelt wurde, und es gab Geschicklichkeitsspiele. Vanessa Schäfer aus einer Ascherslebener Einrichtung versuchte sich beim Jonglieren. Doch noch besser hatten ihr die Pferde gefallen. Die elfjährigen Mia Marie Prandenburg, Katherina Heisig und Franz Paul Bonitz aus Burg hatten zwar nur Schuhputzzeug gewonnen, was man ja schließlich auch ganz gut gebrauchen kann.

Bei der Tombola war die Zahl der Preise riesig, und so brauchte es einige Zeit, bis Kerstin Heinemann, die voller Charme durch das Programm geführt hatte, die Gewinnerin des Hauptpreises ermittelte - die 72-jährige Elfriede Eisfeld aus Stresow.

"So ein Glück hab ich noch nie gehabt", sagte die strahlende Gewinnerin der Volksstimme. Sie ist nicht mehr ganz fit, und so darf sich ihr Sohn, bei dem sie nach einigen gesundheitlichen Schicksalsschlägen versorgt wird, über das große Glück seiner Mutter freuen.

   

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