Leitzkau l "Abend bei Amalie" nennen die Leitzkauer Schlossförderer die Führung, die am Sonnabend im Schloss Leitzkau stattfand. Dabei führen sie die Besucher in Gewändern durch das Schloss und zeigen als Höhepunkt die Geschichte der Amalie als kleines Schauspiel. "Amalie war in Weimar unglücklich mit dem zweiten Stallmeister am Weimaraner Hof verheiratet", erklärte Gerda Hartebrodt vom Förderkreis.

Ihr zwanzig Jahre älterer Gemahl interessierte sich für Pferde, Jagd und Tiere, sie sich für die Kunst. "Sie schaffte sich einen Geliebten an. Dieser musste beruflich nach Afrika", erzählte sie weiter. Damit sie mit ihrem Geliebtem fortgehen kann, inszeniert sie ihren Selbstmord. "Sie täuscht 1785 vor, sich die Kehle durchgeschnitten zu haben", erzählt Gerda Hartebrodt, die am Sonnabend eine von zwei Gruppen durch die Schlossanlage geführt hatte. "Wir waren ausverkauft", erklärte sie. Deswegen seien die Besucher auch in Gruppen unterteilt worden. "Sonst wird es zu eng." Die Veranstaltung erfreue sich immer hoher Beliebtheit.

"Wahrscheinlich, weil es ein Abend von und mit den Leitzkauer Förderern ist", schätze Gerda Hartebrodt ein. So wirken Marlen Reppin (Amalie), Monika Schmidt (Zofe), Hartmut Abraham (Georg von Münchhausen, Manfred Nöbel (Georg von Werthern), Reinhard Berg (Albrecht der Bär), Julian Lehmann (Albrechts Sohn) sowie Andrea Ölze als Mönch und Ellen Schulz als Marktfrau mit. Sandra Bohrer leitete die zweite Gruppe an. Insgesamt halfen rund ein Dutzend Förderkreismitglieder am Abend mit. Das Leitzkauer Doppelterzett sang zudem.

Am 27. September können Neugierige wieder herausfinden, wie die Geschichte endet.

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