Burg/Genthin/Zerbst l Vorsicht Muggel! Oberstes Gebot: Die Ahnungslosen dürfen nicht zuschauen. Die 2,5 Millionen Geocacher weltweit wissen Bescheid. Corvin Roelofson, erklärt es seinem Genthiner Geocaching-Team so: "Die Nichtbeteiligten dürfen nicht wissen, wo unsere `Schätze` versteckt sind."

Eine Dose mit Logbuch: Das ist das "heißbegehrte Ziel eines jeden Geocachers", weiß Corvin, der seit drei Jahren auf `Schatzsuche` geht. "Wenn man ein paar Mal unterwegs war, bekommt man einen Blick für die Verstecke", sagt der 19-Jährige.

Damit die Caches einen Reiz für die Sammler ausüben, gibt es sie in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen und verschiedenen Arten. Corvin hat einmal einen Cache gefunden, in dem ein Wander-Coin versteckt war. "Diese haben ein bestimmtes Ziel, also einen Ort, wo sie ankommen sollen", erklärt er.

Auch Anfänger finden einfache Caches, sogenannte Traditionals. Die richtig schwierigen sind die Mysterycaches, weiß Stephan Potthoff. "Wer gerne Rätsel löst, ist mit denen gut beraten" Die Koordinaten für das Versteck findet man erst, nachdem ein Rätsel gelöst wurde.

Stephan Potthoff sucht und versteckt Geocaches schon seit elf Jahren. Der 39-Jährige ist Mitglied der Geocaching-Community in Sachsen-Anhalt und kennt die besten Verstecke.

Im Wasser und auf Bäumen wird versteckt

Im Niegripper See (bei Burg) gibt es zum Beispiel einen Cache, verrät der `Schatzsucher`. Das gibt in Punkto Terrain einen höheren Schwierigkeitsgrad. Auch im Stadtzentrum lassen sich schwierige Orte finden (siehe Genthiner Cache rechts).

Wer einen Cache selbst verstecken möchte, sollte ein bisschen Erfahrung haben. "Wer zirka 100 Cashes gefunden hat, kann sich ans Verstecken wagen", empfiehlt Stephan Potthoff, der selbst 200 eigene Geocaches verlegt hat. "Ein Cache wird nicht vergraben und nirgends festgeschraubt. Geocacher ändern nichts an der Natur", erklärt er. Und Bahnhöfe sollten gemieden werden, damit "nicht jemand denkt, das wäre eine Bombe", sagt der Geocacher.

Ein Versteck muss auch kontrolliert werden

"Wer eine Dose versteckt, muss sich auch darum kümmern", ergänzt Stephan Potthoff. Wind- und Wetterbeständig sollten sie sein. Das Logbuch verschwindet schon mal, weiß er.

Ein Cache muss zum nächsten einen Abstand von 161 Metern haben und den Besuchern ein Erlebnis bieten. "Ein neuer Blickwinkel auf Vertrautes oder einen besonderen Ort", gibt Stephan Potthoff als Tipp mit auf den Weg.

Vorher sollte man sich klarwerden, was für eine Art man verstecken möchte. Bei der Kategorisierung helfen gern die "Reviewer". "Das sind diejenigen, die neue Caches freischalten", erklärt Stephan Potthoff. Über muggelfreie Verstecke freuen die sich.

Wir verlosen eine Dose mit Logbuch von Rotolog für das Verstecken eures eigenen Cashs. Schickt ein Selfie vom Geocaching an juliane.quaegwer@volksstimme.de. Weitere Infos unter: www.geocaching.com und www.gc-reviewer.de

   

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