Über 6000 Euro hat der Rotary Club Burg-Genthin für ein von der Theologischen Hochschule Friedensau initiiertes Schulprojekt in Tansania gesammelt. Nun wurde die Zusammenarbeit für weitere drei Jahre verlängert - mit klaren Aufgaben.

Friedensau l Der Erfolg der Arbeit der Theologischen Hochschule Friedensau in Tansania ist sichtbar. Sieben Schulen mit insgesamt 400 Schülern wurden mittlerweile aufgebaut. Seit 2009 gibt es nun das Projekt, mit dem ein Lehrer für die Massai-Kinder finanziert wird. "Wir bringen den Kindern dort Bildung. Sie lernen Swahili, Englisch und Mathe und sind so bestens vorbereitet, um später staatliche Schulen zu besuchen. Sonst würden sie den Anschluss an die Gesellschaft verlieren", weiß der Projektverantwortliche László Szabó. Das Schulprojekt der Hochschule beinhaltet die Finanzierung eines Lehrers in Vorschulen im Gebiet Longido, mit dem die Hochschule eine langjährige Partnerschaft verbindet.

Seit drei Jahren unterstützt der Rotary Club Burg-Genthin dieses Projekt. Mit Konzerten, einer Tombola, einem Tanzabend und der Charterfeier zum 20-jährigen Bestehen kamen über 6000 Euro für dieses Projekt zusammen. Diese Zusammenarbeit wird nun für weitere drei Jahre fortgesetzt. Drei Dinge sind für Rotary-Präsident Rainer Aumann entscheidend, die diese Unterstützung rechtfertigen. Zum einen sei es ein Projekt vor Ort, hinter dem die Bevölkerung steht. "Es wird ihnen kein westliches Gedankengut übergestülpt, sondern die Kultur soll gerettet werden", sagt Aumann. Zum anderen gebe es vor Ort einen Ansprechpartner, der regelmäßig über den Stand des Projektes informiert. Und zu guter Letzt sei es ein Projekt, welches auf Langfristigkeit angelegt sei.

Mit der vertraglich fixierten Vereinbarung verpflichtet sich der Rotary Club zu einer finanziellen Beteiligung von mindestens 1300 Euro pro Jahr. "Sollte die Spendensumme höher ausfallen, gibt es natürlich auch mehr", konkretisiert der Rotary-Präsident. Des Weiteren hat der Club die Aufgabe, andere Partner zwecks einer möglichen Ausweitung des Projektes zu gewinnen. Die Theologische Hochschule dagegen verpflichtet sich, eine angemessene Projektbegleitung vor Ort abzusichern. Zudem bemüht sie sich, dass sich dieses Projekt verselbstständigt und diese Aufgabe später durch Einheimische wahrgenommen wird.

"Unser Ziel ist es, dass die Schulen in vier bis sechs Jahren ohne Unterstützung klarkommen. Dann gehen wir vielleicht in andere Gebiete", sagt Szabó. Und eine Entwicklung ist erkennbar. Zwei Dörfer haben bereits entschieden, den Lehrer selbst zu bezahlen. Und eine Schule hat einen so guten Ruf, dass die Regierung überlegt, diese zu verstaatlichen.

Friedbert Ninow, Rektor der Theologischen Hochschule strahlte bei der Vertragsunterzeichnung. "Ich bin jedes Mal berührt, wenn wir Menschen für Projekte über die Landkreisgrenzen hinaus gewinnen, die nicht Teil von Friedensau sind", sagt er. Das Interesse nach Tansania zu gehen sei auch nicht aus der Luft gegriffen. "Die Verbindung mit Friedensau gibt es schon seit Anfang des 20. Jahrhunderts. Außerdem haben wir auch viele Studierende aus dem Land hier", erklärt der Rektor. Für ihn sie die Fortschreibung der Vereinbarung mit dem Rotary Club "eine ganz tolle Geschichte".