Wird der Burger Wochenmarkt auch nach Ende der Straßenbauarbeiten in der Einkaufsstraße bleiben? Händler, Kunden und auch eine große Mehrheit der Stadträte sind dafür.

Burg l "Warum sollte Burg nicht umsetzen können, was in anderen Städten (Wolmirstedt, Oschersleben, Wanzleben) schon immer so gehandhabt wird?" Mit dieser Frage schloss Händlerin Hannelore Große-Schwiep ihren Brief an Bürgermeister Jörg Rehbaum (SPD), auf den dieser während einer der vergangenen Stadtratssitzungen verwiesen hatte.

Die Zeichen stehen gut, dass die klarstellende Antwort in den kommenden Monaten heißt: Der Wochenmarkt kann in der Schartauer Straße/Magdalenenplatz durchgeführt werden. Denn sowohl Händler, Geschäftsinhaber und nicht zuletzt die Kunden sind mit dieser Variante größtenteils zufrieden. "Aus finanzieller Sicht ist es für alle Beteiligten, stationäre und ambulante Händler sowie die Stadt Burg, von Vorteil, den Wochenmarkt weiter in der Schartauer Straße durchzuführen. Der Stadt kämen also nicht nur die Standplatzmiete des Veranstalters zugute, sondern eben auch die Parkgebühren auf dem Rolandplatz", heißt es in dem Schreiben weiter.

Darüber hinaus sehen die Gewerbetreibenden keinerlei Probleme beim Lieferverkehr, Vorbehalte der Feuerwehr könnten einvernehmlich geregelt werden.

Auf breite Zustimmung stößt das Ansinnen der Händler bei alten und neuen Stadträten. Marco Klapper (CDU) betonte, dass die Innenstadt mittlerweile an den Markttagen "viel belebter" und offensichtlich "niemand dagegen ist". Das sollte in jedem Fall berücksichtigt werden. Auch Dr. Udo Vogt (CDU/FDP-Fraktion), selbst Geschäftsinhaber in der Schartauer Straße, verwies auf "ausschließlich positive Meinungen". Diese Erffahrungen machte auch Frank Endert (Freie Wähler/Endert). "Bürger und Händler sind damit zufrieden, das müssen wir respektieren." Er regte an, den Abfuhr-Rhythmus der gelben Tonnen von Freitag auf einen anderen Tag zu verlegen und Gespräche mit dem Entsorger zu führen.

Wer dienstags oder donnerstags durch die Innenstadt schlendert, kann vor allem in dem Bereich der Markstände das fröhliche und gesprächige Treiben beobachten. Um für den Markt auf der Schartauer Straße zu kämpfen, haben sich einige Händler zusammengetan: Neben dem Brief an den Bürgermeister nahmen die Gardinenhändlerin Kathi Baumgarten, der Käsehändler Rudi Eisenga und Hannelore Große-Schwiep an einer Stadtratssitzung teil und sprachen sich dort für den neuen Standort aus. Auch der Gemüseverkäufer Ronald Dübecke ist sich sicher: "Die Leute werden in die Stadt gezogen. Der Markt bleibt bestimmt hier." Das Ehepaar Hähnel ist dagegen nicht ganz überzeugt. "Das ist hier kein richtiger Markt", findet Lena Hähnel. Die Stände seien zu verstreut, stimmt ihr Mann Peter zu. Das hält die Beiden aber nicht davon ab, zum Einkauf in die Schartauer Straße zu kommen und ein lustiges Pläuschchen mit der Fleischverkäuferin zu halten.

Die Markthändler in Burg sind sich jedenfalls einig: Der Magdalenenplatz und die Schartauer Straße schlagen den Rolandplatz um Längen. "Wir bleiben hier", sagt Kathi Baumgarten entschieden.