Der neugewählte Burger Stadtrat nimmt am 10. Juli auf seiner konstituierenden Sitzung seine Arbeit auf. Im Vorfeld haben die Fraktionen ihre Spitzen gewählt und Vorschläge für die Besetzung der Ausschüsse unterbreitet.

Burg l Personelle Überraschungen gibt es im neuen Stadtrat nicht. Untereinander hatten sich die Spitzen der Parteien und Wählergemeinschaften bereits darauf verständigt, bei der Arbeit in den Ausschüssen "Bewährtes fortzusetzen", konstatierten mehrere Stadträte gegenüber der Volksstimme.

Die Fraktion CDU/FDP/Freie Wähler wird wieder von Frank-Michael Ruth angeführt. Der Zusatz Freie Wähler ist deshalb geboten, weil Erik Stephan, der für die Freien Wähler angetreten war, nun in der CDU/FDP-Fraktion seine Arbeit fortsetzen wird.

Auch bei den Ausschüssen setzt die größte Fraktion im Stadtrat auf Kontinuität und schlägt wieder Clemens Engel und Uwe Hornung für den Vorsitz der Ausschüsse Bau und Umwelt beziehungsweise Wirtschaft und Vergabe vor.

An der Spitze der SPD-Fraktion steht auch in dieser Wahlperiode Heiko Jerkowski. Vorgesehen ist, dass Otto Voigt künftig den Finanz- und Rechnungsprüfungsausschuss leiten soll. Diese Personalie wäre neu, da die bisherige Vorsitzende Birgit Meinecke den Einzug in den Stadtrat verpasst hat.

Die Geschicke der Linksfraktion wird nunmehr in jüngere Hände gelegt. Stand bislang Barbara Scheppe an erster Stelle, einigte sich die Fraktion vor wenigen Tagen auf Kerstin Auerbach. "Es war Zeit für einen Generationenwechsel", begründete Barbara Scheppe. Die Linken schlagen Karola Spieß vor, auch in den nächsten Jahren den Ausschuss für Bildung, Kultur und Soziales zu leiten.

Den Vorsitz bei den Freien Wählern Endert/JL wird wie in der Vergangenheit Frank Endert übernehmen.

Nach einer Pause gibt es im Stadtrat wieder einen Grünen-Politiker. Den Stuhl nimmt der ehemalige Kultusamtsleiter der Stadtverwaltung, Reinbern Erben, ein, der zusammen mit Dr. Norbert Wolffgang, er kandidierte als Einzelbewerber, eine Fraktion bildet. Die ersten zweieinhalb Jahre ist Erben der Chef, danach Dr. Wolffgang.

Für den Vorsitz des Stadtrates wird die CDU/FDP/Freie Wähler-Fraktion wieder Markus Kurze ins Rennen schicken, bestätigte Ruth gestern. Der Landtagsabgeordnete, der die meisten Wählerstimmen auf sich vereinen konnte, hatte diese Funktion schon einmal inne.

Für das Präsidium des Stadtrates wird die SPD Karl-Heinz Summa nominieren, die Linke wieder Barbara Bester.

Neben der Abstimmung über die genannten Funktionen werden am 10. Juli auch die neugewählten Ortschaftsräte in der Stadthalle getrennt zusammenkommen. In diesem Rahmen müssen auch die sechs Ortsbürgermeister gewählt werden (wir berichten gesondert).

   

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