Es kann böse gucken und es kann lieb dreinschauen - das "Smiley" des Tempomessgerätes, das derzeit in der Dasselaner Straße in Möckern installiert ist. Nach knapp einem Monat wird es an anderer Stelle der Einheitsgemeinde eingesetzt.

Möckern l Das Messgerät kann nicht "blitzen", es kann nur registrieren, versichert Möckerns Stadtbürgermeister Frank von Holly. Die Tafel ist eine Leihgabe des regionalen Stromversorgers avacon. Für ein Vierteljahr kann die Stadtverwaltung Möckern über das Gerät verfügen. Es besorgt sich seinen Strom übrigens selbst - über ein Solar-Paneel.

"Wir hatten selber auch mal so ein ähnliches Gerät", erinnert der Stadtoberste. Aber auch weil das Personal fehlte, welches die Tempomesstafel zum Einsatz bringt und die Daten auswertet, entschied man sich, das Gerät der Verkehrswacht zu überlassen. Denen war ihr eigenes Tempomessgerät nähmlich gerade geklaut worden.

Mit der digitalen Grinsebacke sollen derzeit die Autofahrer an der Dasselaner Straße in Möckerns Ortskern auf ihr aktuelles Tempo hingewiesen werden. Die Stelle ist nicht zufällig gewählt: Hier ist der Zugang und die Ausfahrt der Grundschule im Schloss Möckern. Daher gilt hier Tempo 30. Doch wenngleich die Anlage insgesamt einen Monat hängen bleiben soll, zeichnet sich schon jetzt ab, dass offenbar Änderungsbedarf besteht.

"Ein Ergebnis der Auswertung könnte sein, dass der Tempo-30-Bereich erweitert werden müsste", erklärt Frank von Holly. Denn das Schild "30" steht knapp hinter dem Haus der ehemaligen "Tourist-Information". Dort ist es zum einen nur schlecht zu bemerken und zum anderen sind es von dort nur wenige Meter bis zu jener Stelle, an der die Kinder der Grundschule über die Straße laufen könnten. "Möglicherweise muss der 30-er-Bereich schon vor dem Rathaus auf Höhe der Schulstraße beginnen und andererseits an der Albert-Werlitz-Straße", mutmaßt Frank von Holly. Ein entsprechender Antrag müsste an die Verkehrsbehörde beim Landkreis Jerichower Land gerichtet werden.

Für Verunsicherung sorgte die elektrische Anlage vor wenigen Tagen dann aber auch: Denn aus nicht bekannten Gründen zeigte die Anzeige Zahlen an, die so nicht stimmen konnten: Die vermeintlich gemessenen Geschwindigkeiten reichten von null Stundenkilometern bis 111 Stundenkilometern.

Sicher gibt es im Bereich der Einheitsgemeinde Möckern noch viele weitere Stellen, an denen das Gerät gute Dienste tun könnte. Daher freut man sich im Rathaus Möckern über entsprechende Hinweise. "Wer Ideen hat, wo das Gerät als nächstes aufgestellt werden könnte, sollte sich melden", so der Stadtbürgermeister.

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