Die Brücke über die Ihle in den Burger Flickschupark wird neu gebaut. Der Bau- und Umweltausschuss des Stadtrates bestätigte eine Leichtbau-Konstruktion aus Aluminium. Für die Planung und Errichtung investiert die Stadt 150 000 Euro. Die Arbeiten beginnen im August/September.

Burg l Seit Monaten ist das 85 Jahre alte Brückenbauwerk am Flickschupark gesperrt. Rost, mangelnde Tragfähigkeit und Schädigungen an den Auflager- und Flügelbereichen waren die wesentlichen Ursachen, dass der Übergang im Dezember durch die Hauptprüfung gefallen ist. Kurzerhand mussten Warnschilder aufgestellt werden, denn eine Überquerung könnte böse Folgen nach sich ziehen.

Jetzt hat der Bau- und Umweltausschuss des Stadtrates den Weg frei gemacht, damit an dieser Stelle eine komplett neue Brücke errichtet werden kann, weil eine Sanierung unverhältnismäßig teuer geworden wäre. Ein Planungsbüro stellte den Stadträten in diesem Zusammenhang drei Varianten vor: eine Stahlbetonbrücke, Leichtmetallbrücke aus Aluminium oder eine Holzbrücke. Nach Abwägung aller Vor- und Nachteile (bei Beton und Holz wäre nach einer gewissen Zeit eine Erneuerung notwendig) folgten Ausschuss und Verwaltung der Variante zwei - also der Alu-Brücke, wobei Widerlager und Flügel aus Stahlbeton hergestellt werden.

Vorgesehen ist, den Überbau als Aluminium im Werk vorzufertigen, teilten die Planer mit. Möglich sei diese Art der Konstruktion unter anderem deshalb, weil auch künftig eine Überflutung des Bauwerkes nicht zu befürchten sei. Auch bei Hochwasser sei ein Abfluss der Ihle über die dazugehörigen Gräben möglich, habe der Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW) festgestellt.

Die Brücke soll künftig 2,50 Meter breit sein, so dass sie auch ein Pflegefahrzeug überqueren kann.

Nach der Ausschreibung im Juli können die Bauarbeiten im August/September beginnen, sagte Iris Liebthal, Sachgebietsleiterin Hoch-/Tiefbau, der Stadtverwaltung. Im November soll dann das neue Bauwerk eingeweiht werden.