Magdeburg l Gleiche Bedingungen für alle fünf Schülerteams, die im Opernhaus Magdeburg ihre Geschäftsidee vorstellten. "Eure sieben Minuten starten jetzt", gab Moderatorin Sissy Metzschke das Stichwort bei der Abschlussveranstaltung des Futurego Schüler-Businessplanwettbewerbs für Teresa Nitzsche und Alina Hackethal. Die nutzen sie dann auch um den Geschäftsplan "Bei Büchern sparen" (BBs) des sechsköpfigen Teams der Berufsbildenden Schulen "Conrad Tack" aus Burg professionell zu präsentieren.

Mit einem originellen Werbevideo stiegen die Jungunternehmer ein. Anschließend ging es an ihr Erfolgskonzept, das in einen Geschäftsplan gefasst war. Hierzu gehörte auch eine ausführliche Marktanalyse. "Zu unseren größten Konkurrenten zählen die Onlinehändler", sagte Alina und erläuterte fachmännisch Stärken und Schwächen des Schüler-Businessplans. Auch ist den Teilnehmern bewusst, dass es für ihre Schülerfima Zeiten mit starkem Umsatz, zu Beginn des Schuljahres und Einbrüchen während des laufenden Schuljahres geben wird. Mit dem Service sollen ihre Mitschüler in Zukunft beim Schulbuchkauf sparen. So entfallen Versandkosten und lange Wartezeiten.

"Bei der Namensgebung des Geschäftsplans (BBs), soll der Bezug zum Schulnamen hergestellt werden", erläuterte Teresa, da dort ihre künftige Kundschaft lernt. Nervös und angespannt warteten sie zu Beginn des zweiten Veranstaltungsteils auf ihr Ergebnis. Am Ende landeten die sechs Zwölft- klässler mit ihrer Geschäftsidee landesweit auf dem vierten Platz.

Zur Prämierung kamen die Geschwisterpaare Christoph und Philipp Gottstein sowie Florian und Markus Ogrodowzyk auf der Bühne dazu.

Nicht nur der Burger Schüler-Businessplan war bei der Abschlussveranstaltung des "futurego Sachsen-Anhalt"-Wettbewerbs erfolgreich. Auch Wirtschaftslehrerin Inga Rohde bekam einen Preis in der Kategorie "Engagiertester Lehrer". "Darüber freue ich mich natürlich sehr", sagte sie im Gespräch mit Moderatorin Sissy Metzschke. Ihre Schüler hatten sie für den Preis vorgeschlagen. Darin lobten sie vor allem auch ihren Einsatz außerhalb der Schulzeit und das Anspornen bei der Umsetzung der Schülerideen.

"Der Schüler-Businessplanwettbewerb weckt Unternehmergeist", sagte Wirtschaftsstaatssekretärin Tamara Zieschang, die zur Jury gehörte. Dies sei wichtig für die unternehmerische Selbstständigkeit in Sachsen-Anhalt.

Vor den Burgern landeten ein Gymnasium aus Halberstadt mit einer Geschäftsidee für Gesundes Fast Food und drei Schülerinnen aus Weißenfels, die in ihrer Innenstadt ein Schülercafé eröffnen möchten.

Den ersten Platz machten drei Mädels aus Quedlinburg, die mit der "Wake-up-Matte" verschlafenden Schülern eine Wecker-Alternative bieten.

"Es ist wichtig und gut, dass ihr euch beteiligt habt", lobte Daniel Worch, Inhaber der Univations GmbH, den Einsatz aller Schülerfirmen. Im nächsten Jahr geht der Wettbewerb um innovative Ideen in die zehnte Runde.

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