Burg l Endlich wieder im neuen Domizil an der Magdeburger Straße! Der Leiter der Kreismusikschule, Rainer Voß, war sichtlich erleichtert, als er Schüler und Gäste nach gut einem Vierteljahr, die die Musikschule im alten Quartier der Havarie wegen verbringen musste, im wieder hergerichteten Konzertsaal zum traditionellen Sommerkonzert begrüßen konnte. Wie immer war die Veranstaltung gut besucht und die Gäste hielten tapfer durch, denn das Programm war vielseitig. Und das Schönste daran war, dass man die Entwicklung der Schüler nacherleben kann.

Auch schon eine gute Tradition ist, dass der Burger Handwerkerchor unter Leitung von Theodor Dzul den konzertanten Reigen eröffnet. Wie immer ernteten die Sänger herzlichen Applaus und von Rainer Voss die Zusage, dass die Zusammenarbeit mit der Musikschule fortgesetzt wird. Von den Musikschülern als erste waren die Burger Caféhausmusikanten zu erleben - ein Ensemble von etwa Zehnjährigen, die sich unter der Leitung von Axel Stanke der Caféhausmusik verschrieben haben. Keine leichte Aufgabe, dieses Quintett unter einen Hut zu bringen. Aber Respekt - die Fortschritte seit dem letzten Konzert waren unüberhörbar. Von den Moderatoren Jasmin Rathmann und Oliver Blum wurden die folgenden solistischen Darbietungen von Luisa Sander, Theresa Reichel und Friedrich von Wulffen am Flügel angekündigt. Kimberly Ernst und Lena Franke hatten als Flötenduo sichtlichen Spaß am Musizieren. Nicht weniger Lisa Scholz und Eshter Nyerembe, Maja Illiv und Verena Dahms - allesamt mit Konzertstücken auf dem Flügel.

Wie immer überzeugte das Gitarrentrio "Griffig" , und bevor die Bläser akustisch den Raum eroberten, setzte der Mädchenchor "Tonspur" musikalische Akzente, für die es erstmals donnernden Applaus gab. Achtbar auch die Saxophonistin Coolen Dreher mit Clara Hintze am Flügel.

Wie immer erfreute Johannes Wingert mit seinen heiteren Rezitationen. Dann wurde es blechern. Zunächst zeigte das Bläserquartett, was es draufhat. Dann wurden Stühle gerückt und es wurde Platz gemacht für die Big Band. 16 Musiker - Lehrer und Schüler - swingten, was das Zeug hielt, brachten den Saal zum Beben. Sie ließen die Herzen des Publikums so hoch schlagen, dass es die Musiker nicht ohne Zugabe ziehen ließ. Anschließend gab es einen Blumenstrauß für Lehrer Axel Stanke, der zum Schuljahresende in den wohlverdienten Ruhestand gehen wird. Vielleicht nicht ganz, denn welcher Vollblutmusiker kann das schon?

Und wenn wir solche tollen Musiker in Burg haben, wäre es natürlich toll, wenn wir sie auch zu anderen Gelegenheiten erleben könnten. Ist den das möglich? Axel Stanke meint, dass sie einen ganzen Abend noch nicht bestreiten können. Das Repertoire gibt das noch nicht her. Aber eine Viertelstunde innerhalb eines anderen Programms oder auch allein, das sei vorstellbar.

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