Auf ihr 80-jähriges Bestehen blickte am vergangenen Wochenende die Freiwillige Feuerwehr Küsel zurück. Gleichzeitig feierte die Jugendfeuerwehr ihr zehnjähriges Bestehen.

Küsel l "Wir sind stolz darauf, dass wir eine so aktive und intakte Feuerwehr haben", machte Ortsbürgermeister Dr. Gunter Hildebrand auf der Festveranstaltung deutlich. Hartmut Lehmann von der Stadtwehrleitung lobte "den vorbildlichen Einsatz der Kameraden auf der Autobahn 2". Und Möckerns Stadtbürgermeister erinnerte "an den nicht leichten Weg der Ortswehr" und bedankte sich für das Engagement der Kameraden.

Ortswehrleiter Sven Rabach blickte auf 80 Jahre zurück, "die für viele hundert Stunden Dienst und Einsatzarbeit, die von den Kameradinnen und Kameraden ehrenamtlich geleistet wurden, stehen". Gegründet wurde die Feuerwehr 1934 unter der Regie des damaligen Bürgermeisters Gustav Ferchland. 16 Gründungsmitglieder wurden gezählt. Eduard Lehmann war bis 1946 Wehrleiter. Ihm folgten Heinrich Dieckmann (bis 1974), Gerald Dieckmann (bis 2000), Falko Mück (bis 2013) und aktuell Sven Rabach.

Nach der Wende wäre die Ortswehr fast eingeschlafen, so Sven Rabach. Mit Falko Mück kam wieder Leben in die Ortswehr. "Seitdem finden wieder regelmäßige Dienstabende statt und die Ausbildung wurde stetig vorangetrieben."

Für ein neues Fahrzeug wurde 2004 eine Garage auf dem Gelände der Verwaltungsgemeinschaft Möckern-Fläming zum größten Teil in Eigenleistung ausgebaut. Mit dem neuen Fahrzeug, von der Ortswehr Stegelitz übernommen, brach für die Küseler Wehr eine neue Zeit an. Sven Rabach: "Endlich hatten wir ein Feuerwehrauto, mit dem wir unsere gestellten Aufgaben noch gewissenhafter erfüllen konnten." Seit 2009 ist die Küseler Wehr auf der Autobahn im Einsatz. Das neue Gerätehaus mit Schulungsraum und Sanitäranlagen wurde im gleichen Jahr übergeben.

Die Tradition des Maibaumaufstellens wurde 2009 wieder zum Leben erweckt und ist jetzt ein fester Bestandteil im Ortsleben geworden.

Mit umgebautem Fahrzeug besser für A 2 gerüstet

Das TSF-W der Ortswehr Theeßen wurde im vergangenen Jahr übernommen. Mit Theeßener Kameraden war es in der Freizeit in den aktuellen Zustand umgebaut worden, um besser ausgerüstet für die Autobahneinsätze zu sein.

Die Ortsfeuerwehr Küsel zählt derzeit 31 Mitglieder bei rund 120 Einwohnern. Davon befinden sich 13 im aktiven Dienst und 14 in der Alters- und Ehrenabteilung sowie vier in der Jugendfeuerwehr.

Sie weist auch einen guten Ausbildungsstand auf. Dazu gehören unter anderem zwei Leiter einer Feuerwehr, drei Gruppenführer, fünf Truppführer, fünf Atemschutzgeräteträger, drei Motorkettensäger, ein Jugendgruppenleiter sowie ein Sicherheitsbeauftragter. Von den fünf Maschinisten sind derzeit drei in der Lage, das Feuerwehrauto zu fahren. Zwei sind dabei, den Lkw-Führerschein zu machen. Ein Kamerad wird in diesem Jahr einen Lehrgang zum Atemschutzgeräteträger und zwei Kameraden den Lehrgang Technische Hilfe Teil 1 absolvieren.

"Mein Dank gilt allen Kameradinnen und Kameraden, die die Freiwillige Feuerwehr Küsel zu dem gemacht haben, was sie heute ist", so der Ortswehrleiter. Dies sei eine gut gerüstete Wehr, die in der Lage ist, die an sie gestellten Aufgaben mit einer hohen Einsatzbereitschaft zu erfüllen und in der das Wort Kameradschaft nicht nur gesprochen, sondern auch gelebt werde.

 

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