Bernd Wünschmann bleibt für weitere fünf Jahre Ortsbürgermeister von Loburg. In der konstituierenden Sitzung des Ortschaftsrates am Mittwoch gab es bei der Wahl keine Gegenstimmen.

Loburg l Ratsmitglied Winfried Moschkau sprach aus, was offenbar alle im Loburger Rathaussaal dachten: "Bernd Wünschmann hat mit über 800 Wählerstimmen ein Wahnsinnsergebnis erzielt. Das spricht dafür, dass er weitermacht. Die Bürger wollen ihn wieder als Ortschef haben." In geheimer Wahl - auch die hatte Moschkau beantragt - votierte das vollzählig erschienene Gremium einstimmig für Wünschmann.

Der Wiedergewählte dankte den Ratskollegen - besonders aber den Loburger Wählern - für das erneut entgegengebrachte Vertrauen: "Ich habe erkannt, wo ich in der ersten Amtszeit Fehler gemacht habe und werde sie nicht noch einmal machen. Ich habe nie etwas versprochen, außer, dass ich mich bemühen werde." Der neue Ortschaftsrat müsse zu einem Team im Sinne der Bürger werden und an einem Strick ziehen, so Wünschmann, der Mitglied der Wählergemeinschaft Kommunal Aktiv (WKA) ist.

Stellvertreter erst im zweiten Anlauf bestimmt

Weniger leicht gestaltete sich die Wahl seines Stellvertreters. Vorgeschlagen wurden Andreas Vogler (BCU), Winfried Moschkau (Linke) und Helko Weißmu¨ller (WKA) und im ersten Wahlgang entfielen auf jeden drei Stimmen. Im zweiten Wahlgang, bei dem Moschkau seine Kandidatur zurückgezogen hatte, erhielt Helko Weißmüller sechs Stimmen und Andreas Vogler drei.

Der anwesende Hauptamtsleiter Holger Maier, der angesichts einer erst am 1. Juli neu in Kraft getretenen Kommunalverfassung (statt der bisherigen Gemeindeordnung) selber erst einmal in besagtem Regelwerk nachschlagen musste, sprach von einem selten vorkommenden Wahlverlauf, der aber gut gemeistert worden sei.

Ratsmann Horst Gröpler (SPD) hatte zuvor als Ratsältester die neu gewählten Loburger Ratsleute verpflichtet, bevor auch er vom wiedergewählten Ortschef Bernd Wünschmann auf seine Pflichten hingewiesen wurde.

Wünschmann sprach von einem "gewaltig verjüngten Ortschaftsrat." Für fünf Jahre nehmen die neun Ratsleute die Geschicke der Ortschaft in die Hand. Die nächste Sitzung findet voraussichtlich am Montag, 8. September, statt.