Isterbies l Die durch den Landkreis verlaufende "Straße der gotischen Flügelaltäre" findet immer mehr Zulauf. Das berichtet Loburgs Pfarrer Georg Struz bei einem Besuch von Mitgliedern der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und dem Landtagsabgeordneten Markus Kurze in Isterbies. Hier befindet sich nicht nur das Informationszentrum der touristischen Route, sondern auch eine der Kirchen, die von der "Straße" profitieren: Mit Fördergeldern und Spenden konnten erst Außenhaut und Dach der Kirche erneuert, nun auch die historisch wertvolle Kirchendecke restauriert werden.

Möglich war speziell diese Arbeit an der Decke nur durch die finanzielle Unterstützung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung. "Die bemalte Decke war fest mit dem Dachboden verbunden und musste für die Sanierung komplett ausgebaut werden", berichtet die Architektin Sina Stiebler. Die Gesamtkosten für die Kirchensanierung gibt sie mit rund 880 000 Euro an: "Ein Projekt, das ohne politische Unterstützung nicht möglich gewesen wäre", so Stiebler mit Blick auf die Hilfe von Markus Kurze. Der Geschäftsführer der Ostdeutschen Sparkassenstiftung Friedrich Wilhelm v. Rauch zeigte sich angesichts der gut erhaltenen historischen Substanz der Isterbieser Kirche sehr beeindruckt: "Hier gibt es ganz viele Kleinode verschiedener Epochen, das ist selten."

Der Verein "Straße der gotischen Flügelaltäre" will die Aufmerksamkeit auf die besondere Häufung von Kirchen mit Flügelaltären in der Region lenken. Flügelaltäre stammen aus der Spätgotik und besitzen zwei seitliche Türflügel, die zu festlichen Anlässen geöffnet werden. Zur "Straße" zählen im Jerichower Land neben Isterbies auch Rosian, Dalchau, Wallwitz, Vehlitz, Zeddenick, Tryppehna, Lostau, Hohenwarthe, Buckau (Ziesar), Kade, Kleinwusterwitz, Mu¨hlbeck, Goltewitz und Klieken.