Hohenwarthe (mla) l Die Bruchstelle im alten preußischen Eisenbahndamm bei Hohenwarthe wird ab kommenden Montag repariert. Das teilte Flussbereichsleiter Reinhard Kürschner vom zuständigen Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft mit. Die Bauanlaufberatung vor Ort mit allen Ansprechpartnern von den Ortsbürgermeistern über das Wasser- und Schifffahrtsamt bis zur Baufirma fand bereits in der vergangenen Woche statt.

Der für die erste Bahnverbindung zwischen Magdeburg und Burg, die noch von Gerwisch kommend über Lostau und Hohenwarthe geführt worden war, errichtete Eisenbahndamm war beim Jahrhunderthochwasser im vergangenen Juni gebrochen. Der Damm ist nach dem Elbedeich die zweite Verteidigungslinie.

"Unsere Aufgabe ist es, den Damm wieder so herstellen zu lassen, wie er vorher war", erklärte Reinhard Kürschner. Das heißt, über das Stützkörpermaterial - Kies - kommt Mutterboden. Das volle Profil des Eisenbahndammes wird wieder angelegt.

Die Bauzeit beträgt etwa zwei Monate und die Kosten liegen bei rund 200 000 Euro.

Zum Vorhaben gehören außerdem das Beräumen der Fundamente der alten Brücke und die Wiederherstellung des Weges, der vom Hochwasser, das über die Verbindungsstraße zwischen Hohenwarthe und Niegripp in den Kanal geflossen war, zerstört worden war.

Parallel läuft das Planfeststellungsverfahren für die Deichrückverlegung. Die Unterlagen wurden aktualisiert und an das Landesverwaltungsamt weitergeleitet. Die Rückverlegung soll dann in den nächsten Jahren realisiert werden. Auch die provisorisch sanierte Bruchstelle im Elbehauptdeich wird wiederhergestellt.