Die Jugendfeuerwehr Gübs feierte am Sonnabend ihr 20-jähriges Bestehen. In die Feierlichkeiten eingebettet war der 19. Kreisausscheid der Jugendfeuerwehren. Nach zwei Läufen setzten sich die Wallwitzer klar vor der Konkurrenz durch.

Gübs l Zwölf Mannschaften aus weiten Teilen des Kreises gingen bei der Gruppenstafette an den Start. Die Jungen und Mädchen mussten nicht nur ihr Handwerk, sondern bei hochsommerlichen Temperaturen auch ihre Schnelligkeit unter Beweis stellen.

Dass sie in sehr guter Form sind, demonstrierte das Team der Jugendfeuerwehr Wallwitz schon beim ersten Lauf. Vom Wasserstrahl aus der Kübelspritze getroffen, fielen die Flaschen ganz schnell von den Zielgeräten und die letzten beiden Teilnehmer konnten über die Ziellinie rennen. Die Gruppenstafette ist eine Disziplin des Feuerwehrsports mit langer Tradition: Schläuche kuppeln, Knoten binden, Hürden überwinden ist unter anderem gefragt.

Die Gastgeber holten sich einen sehr guten sechsten Rang. Wie gut eine Jugendfeuerwehr abschneide, hänge auch immer damit zusammen, wie viele Mitglieder dabei sind, die das schon ein paar Jahre machen und wie sportlich die Jungen und Mädchen sind, erklärte Michael Kriesche, seit drei Jahren Gübser Jugendwart. Er lag mit seiner Prognose, dass das "mit Tryppehna eine ganz enge Kiste wird", richtig. Knappe drei Sekunden trennten beide Mannschaften schließlich voneinander.

"Ich bin mit der Leistung und dem Zusammenhalt sehr zufrieden", schätzte Michael Kriesche seine Jugendfeuerwehr insgesamt ein. "Man merkt, dass die Kinder Spaß dran haben." Unter den zehn Mitgliedern sind drei Mädchen. Die nächste Neuaufnahme steht bevor. Nach seinem zehnten Geburtstag kann der Junge endlich auch mitmachen.

Weil der Gübser Feuerwehrnachwuchs sowohl bei der Jugendflamme Stufe 2 als auch beim Grundlehrgang richtig gute Leistungen gezeigt hat, fährt die Gruppe demnächst als Anerkennung in den Serengetipark. Alle zwei Wochen sonnabends trifft sich die Gübser Jugendfeuerwehr.

Ihre Gründung vor 20 Jahren geht auf den damaligen Bürgermeister Josef Felux und den Wehrleiter Thomas Schröder zurück. Der heutige Ortswehrleiter Ernst Seider übernahm als erster die Verantwortung des Jugendwarts. Er begann mit drei Mitgliedern. Im Laufe des ersten Jahres stieg die Zahl auf zwölf. Die gute Kooperation mit den Heyrothsbergern sei auch ein Grund für die kontinuierliche Jugendarbeit in Gübs gewesen, sagte Ernst Seider, der zudem seinen Nachfolgern als Jugendwart eine gute Arbeit bescheinigte.

Das 20-jährige Bestehen ihrer Jugendfeuerwehr begingen die Gübser in einer kleinen Festveranstaltung - und beinahe unter sich. Die anderen Teilnehmer reisten nach und nach alle ab, obwohl das Begleitprogramm unter anderem noch eine Präsentation der Gübser Jugendfeuerwehr und den Auftritt der Gerwischer Tanzgruppe vorsah.

   

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