Bis zum Jahresende soll die Lindenstraße von Wörmlitz endlich ein neues Gesicht haben. Bei einer Einwohnerversammlung wurde erklärt, wie die Straße künftig aussehen soll.

Wörmlitz l Fast 100 Bürger waren zu der Versammlung im Feuerwehrgerätehaus gekommen, um zu erfahren, was Stadtverwaltung und Ingenieurbüro erzählen würden.

In drei Bauabschnitte soll das Unterfangen aufgeteilt werden. Der erste Abschnitt beginnt an der Feuerwehr und reicht bis zur Einfahrt der Feldstraße. Hier soll die Fahrbahn auf sechs Meter Breite ausgebaut werden, dabei wird der Bitum auf der Fahrbahn erneuert. Völlig neu sind die Nebenanlagen, die dann nur noch auf der südlichen Seite verlaufen werden. Auf der Seite, auf der die Linden wachsen und auch das Feuerwehrgerätehaus steht, gibt es dann keinen Gehweg mehr. "Es hatte die Diskussion gegeben, ob zu Parkplatzzwecken auf dieser Seite Schotterrasen angelegt werden soll, aber die Anwohner entschieden sich dagegen", erklärte später der Stadtbürgermeister Frank von Holly. Er sprach von einer konstruktiv und sachlich geführten Diskussion.

Parkende Autos als Verkehrsberuhigung

Man entschied sich dagegen und setzt stattdessen auf die Aufhebung des Parkverbotes. Hier abgestellte Autos sollen ausreichend für Verkehrsberuhigung sorgen, glaubt man. Ausnahmen soll es in der Zeit der Wörmlitzer Pferdewoche geben, dann gilt ein temporäres Parkverbot in der Lindenstraße.

Auch die Ableitung des Regenwassers wird neu organisiert. Dazu erfolgen Maßnahmen an der Feuerwehr, und zwischen Kastanienweg und Feldstraße wird das Wasser in die Kanäle der Feldstraße geführt.

Wendehammer am Naturlehrpfad

Im zweiten Bauabschnitt soll endlich auch der Weg zum Naturlehrpfad eine befestigte Straße erhalten. Der grundhafte Ausbau erfolgt in einer Breite von 4,50 Metern und mündet in einen Wendehammer. Dabei soll das Regenwasser überirdisch in den Wald abgeführt werden. Ein Gehweg existiert hier schon.

In der Versammlung wurde für die Anwohner am ersten und zweiten Bauabschnitt ein zu erwartender Beitragssatz in Höhe von 2,95 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche angekündigt. Dabei gelte eine Tiefenbegrenzung von 30 Metern und eine maximale Flächenbegrenzung bei 1200 Quadratmetern.

Im dritten Bauabschnitt wird ab der Feldstraße auch die Zufahrt zum Sportplatz befestigt. Hier wird die Breite von sechs Metern wieder aufgenommen. Der Sportverein will den Gehweg in Eigenregie bauen. Die Beitragskosten könnten bei 1,93 pro Quadratmeter liegen.

Laut Einschätzung von Frank von Holly erfolgt die Ausschreibung in den nächsten Tagen. Baubeginn könnte im September sein, das Bauende ist für November geplant. Die Gesamtkosten werden von der Stadt Möckern mit 257 000 Euro für den ersten Bauabschnitt, 56 000 Euro für den zweiten und 68 000 Euro für den dritten Bauabschnitt angegeben.