Rund 60 Besucher waren am Sonnabend in der kleinen Kirche zu Dornburg zu Gast. Dort gab es "40 Minuten Orgel und Harfenmusik". Roland Theuring war mit dem Zuspruch sehr zufrieden.

Dornburg l Für alle, die erwartet hatten, dass die Harfe und die Orgel gemeinsam spielen, gab es am Sonnabend in der Dornburger Kirche einen kleinen Einblick in die Musiktheorie vom Altkantor Roland Theuring. Der erklärte den rund 60 Besuchern, dass die beiden Instrumente nicht miteinander harmonieren, da sie eine unterschiedliche Stimmung haben. Die Orgel, erbaut in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, ist nach einem anderen, damals modernen System gestimmt als die Harfe, die der 14-jährige Ebendorfer Jonas Haerter spielte. "Deswegen spielten wir abwechselnd", erklärter der Altkantor, der die Musikreihe ins Leben gerufen hat. Neun Stücke spielten die beiden. Für die Orgel achtet Theuring darauf, Werke auszusuchen, die dem Bau des Instrumentes entsprechend. Schließlich sei es eine sehr kleine Orgel ursprünglich für die Kapelle im Dornburger Schloss konzipiert, mit einem festen Klang. "Sie ist eigentlich kein Konzertinstrument, aber kleinere Werke und Stücke lassen sich sehr schön spielen. Dann bereitet die Orgel auch viel Freude", fügte er an. Es erklangen Stücke von Johann Valentin Rathgeber, Johann Sebastian Bach und Johann Krieger.

Seit 2012 findet die Musikreihe in der Dornburger Kirche statt. Theuring, der mit der Besucherzahl am Sonnabend zufrieden war, wollte damit der sanierten Orgel einen Nutzen geben.

Aus den anfangs 30 Minuten wurden dann 40 Minuten. Damit trug er den Gästen Rechnung, die eigens für die Konzerte anreisten. Der ursprüngliche Gedanke war, Radfahrern ein Angebot für eine kurze Rast zu machen. "Mehr als 40 Minuten werden es aber nicht werden", ist sich der Musiker sicher. Andere Instrumente werden aber weiterhin die Orgelmusik ergänzen, ist er sich sicher.

Wie viele Besucher insgesamt an den Konzerten teilgenommen haben, könne er nicht genau sagen. Meist sei die Kirche aber sehr gut besucht, was ihn sehr freue. Denn durch das Spendenaufkommen können kleinere Erhaltungsmaßnahmen für die Orgel bezahlt werden. So musste die Traktur, welche die Klappen zu den Pfeifen öffnet, jüngst justiert werden. Die hohe Luftfeuchtigkeit beim Hochwasser 2013 hatte für die Verstimmung gesorg. So konnte es schnell behoben werden, sagte Theuring.