Vehlitz (ssi) l Vor dem Eingang zur Vehlitzer Kirche steht rechts das bis vor kurzem noch ziemlich ramponierte Denkmal für die Gefallenen des 1. Weltkrieges: verschmutzt, mit abgebrochener Spitze, unleserlicher Inschrift und aus den Fugen geratenem Sockel. Da sich 2014 der Ausbruch des ersten Weltkrieges einhundert Jahre zurückliegt, hatten sich die ehemalige Ortsbürgermeisterin Brunhilde Kölbel und die Mitglieder der Kirchengemeinde schon seit Jahren an eine Instandsetzung des Denkmals vorgenommen. "Doch die erwarteten Kosten und fehlenden Mittel schreckten immer wieder ab", weiß Annegret Graßhoff von der Gemeinde. "Wir erkundigten uns bei einem Fachmann, wie wir in Eigenleistung einiges bewerkstelligen können", fügte sie an. Horst Jassmann und Dietmar Brand bearbeiteten die Steine mit Lösungsmittel gegen Moos, kärcherten das Denkmal gründlich ab, schraubten das abgebrochene Kreuz wieder an und zogen die Inschrift mit Pinsel und vom Fachmann besorgter Farbe mühsam schwarz nach. Gemeinsam mit dem neuen Ortsbürgermeister Hartmut Specht gelang es, den aus den Fugen geratenen Sockel wieder zusammenzuschieben und neu zu verfugen, nachdem die Fugen zuvor sauber ausgekratzt worden waren. "Dabei kam ihnen zugute, dass das Denkmal auf solidem Fundament steht und der Sockel nur Verkleidung darstellt", berichtete Graßhoff. Sauber, mit schwarzem Kreuz, lesbarer Inschrift und neu verfugtem Sockel sehe das Denkmal pünktlich zum Jahrestag wieder vorzeigbar aus, sagte sie. "Wir Vehlitzer freuen uns", gestand sind. Es sei ein Beispiel, wie mit wenig Geld und großem Einsatz manchmal viel erreicht werden könne.