Etliche kleinere Baustellen will die Stadtverwaltung von Möckern im gesamten Stadgebiet in diesem und in den kommenden Jahren abarbeiten. In der kommenden Stadtratssitzung könnte eine Prioritätenliste vorgestellt werden, nach der entschieden wird, wann welche Maßnahme erledigt wird.

Möckern l Man wolle die "vielen kleinen Dinge erledigen", statt große Baumaßnahmen zu beginnen, so hatte es der Stadtbürgermeister Frank von Holly im April gesagt und dabei auch seinen neuen Sachgebietsleiter für Tiefbau, Matthias Pionk, vorgestellt. Pionk hat sich inzwischen in allen Ortschaften umgeschaut und sich von den Ortsbürgermeistern zeigen lassen, wo was zu erledigen wäre. "Es gab ein Anschreiben an die Ortsbürgermeister, mit der Bitte um Hinweise für unsere Arbeitsliste", erklärt Pionk im Volksstimmegespräch.

Immer kommen neue Hinweise dazu

Die daraus entstandene Liste ist längst nicht abgearbeitet, sagt Pionk. Es kommen aber auch immer wieder neue Hinweise dazu. Genug zu tun gibt es allemal. Die Hinweise der Ortsbürgermeister reichen von klappernden Gullydeckeln bis zu abgefahrenen Randstreifen. In den kommenden 14 Tagen soll eine Prioritätenliste erarbeitet werden. Sie soll nach Möglichkeit dem Stadtrat noch vor Beginn der Sommerpause vorgelegt werden.

Darauf finden sich dann etwa die Loburger "Springbreite", bei der das Pflaster neu verlegt werden soll. Geplanter Zeitraum für die Maßnahme nach derzeitigem Stand: 2015 oder 2016. Gleiche Maßnahme - andere Ortschaft: Auch am Hohenziatzer Buswendeplatz an der Kirche soll das Pflaster erneuert werden. "Die größeren Vorhaben werden dagegen wohl noch bis 2018 warten müssen", so Pionk.

Andere Vorhaben stehen dagegen schon nah vor ihrer Umsetzung, berichtet Pionk: So werden im Wendgräbener Weg in Loburg die ersten Arbeiten für eine neue Straßenoberfläche beginnen. Hier und auch im hinteren Bereich der Loburger August-Bebel-Straße sowie am Fuchsberg sollen vorerst die Schlaglöcher gestopft und die vorhandene Mineralschicht wieder glattgezogen werden. In einer späteren Maßnahme soll eine Asphaltschicht aufgebracht werden. Schon bald über eine Asphaltdecke können sich dagegen die Rietzeler freuen: "Wenn alles glatt geht, bekommen ab dieser Woche der Brandensteiner Weg auf 75 Metern und der Theeßener Weg auf 200 Metern eine Asphaltschicht", sagt der Tiefbau-Experte von der Stadtverwaltung. Auch der Pabsdorfer Weg in Möckern steht auf der "To-do-Liste" im Bauamt Möckern: Bei der Zufahrt zum Wiesenhof-Schlachthof bröckelt die Bordanlage weg.

Schachtdeckel werden angeglichen

Gemeinsam mit dem Unternehmen Heidewasser sollen im Laufe der kommenden Jahre die Schachtdeckel entlang der Straßen wieder auf ihre korrekte Höhe gebracht werden. Begonnen wird mit der Maßnahme entlang der Straße zwischen Möckerns Ehleteich und dem Rathaus Möckern.

Auf zahlreichen Straßen in Zuständigkeit der Einheitsgemeinde haben sich feine Risse gebildet. Laut Matthias Pionk bringen es die ihm aus den Ortschaften gemeldeten Risse zusammen auf eine Länge von 1000 Metern. Hier ist geplant, mit einer Heißlanze die Risse wieder zu verschließen.

Nicht ganz so einfach wird es sein, die zahlreichen maroden Betonstraßen im Gebiet der Stadt Möckern zu reparieren. Bedarf wurde dem Bauamt aus fast allen Orten gemeldet: sei es die Kastanienallee in Wörmlitz, die Forststraße in Schweinitz oder mehrere Straßen in Theeßen. "Mit Betonflicken zu arbeiten, wird bei dieser Masse zu teuer", sagt Pionk. Man wird die Variante "Asphalt" wählen. Wann in welchem Ort tatsächlich welche Straße an die Reihe kommt, steht noch nicht fest.

150 000 Euro pro Jahr stehen bereit

Für diese offenen Arbeiten stehen dem Bauamt pro Jahr 150 000 Euro zur Verfügung. Das mag für den Laien vielleicht wenig klingen, doch Stadtmitarbeiter Matthias Pionk gibt sich ziemlich zuversichtlich: "Damit kann man schon eine Menge machen."

Eine Baustelle in Möckern, die bereits erledigt werden konnte, fällt gar nicht in den Zuständigkeitsbereich der Stadt: Die lange bemängelte Delle in der Bundesstraße vor dem Möckeraner Ehleteich wurde vor wenigen Wochen endlich entschärft. Dass hier kurz nach der ersten Baumaßnahme erneut Baufahrzeuge anrücken mussten, erklärt Pionk damit, dass der anfangs beauftragte Baubetrieb das falsche Material eingebaut habe.