Der Jungstorch auf dem Horst von Schermen ist kürzlich beringt worden. Dabei half die Burger Feuerwehr.

Schermen l Als die Feuerwehrleiter auf dem alten Industriehof am Hohlweg hält, haben sich bereits einige Einwohner eingestellt. Zunächst wird darüber gefachsimpelt, ob die Feuerwehrleiter überhaupt bis zum Horst auf dem Schornstein reicht. Das Storchennest ist vor zwei Jahren schon mal erneuert worden. Damals ist allerdings ein großer Indus- triekran im Einsatz gewesen.

Kamerad Maik Friedrich lässt nun den Korb an der Leiterspitze zu Boden, so dass der ehrenamtliche Storchenvater Peter Gottschalk aus Möser und der Burger Stadtwehrleiter Wolfram Stukenberg hineinsteigen können. Und es geht aufwärts.

Erst kurz vor Erreichen des Nestes verlässt das Storchenmännchen den Ort des Geschehens. Das Weibchen ist nirgends zu sehen. Oben angekommen, reinigen die beiden Männer zunächst das Nest. Der Jungstorch liegt zusammengekauert in der typischen Schockstarre. Zwar ist der Rettungskorb sehr weit weg vom Horst, aber das Jungtier liegt günstig am Rand. Peter Gottschalk kann seinen Ring anbringen. Er hat die Nummer HN 808. Nach erfolgter Arbeit geht es abwärts.

"Die Leiter war jetzt aber am Limit", sagt Wolfram Stuckenberg, mehr als 30 Meter sind nicht drin." Der Schermener Storchenfreund Klaus Friedrichs weiß, dass es nach fünf Jahren der erste Jungstorch auf der Schermener Nisthilfe ist. Störche waren immer mal da, aber Nachwuchs nicht. Auch das jetzige Männchen war schon hier. Das ließe sich an seiner Ringnummer erkennen.

Dieser Tage übt das Storchenjunge fleißig seine Flügelschläge. Es wird Zeit, die Kinderstube zu verlassen.

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