Ab morgen wird eine motorisierte Streife den Truppenübungsplatz Altengrabow überwachen. Außerdem wird die Nutzung des Abschnitts zwischen der Kreisstraße 1004 in Dörnitz ab Kreuzung/Berghotel bis zum Bahnübergang durch zivilen Durchgangsverkehr nicht mehr geduldet.

Dörnitz/Altengrabow l Unbefugten Betretern des Truppenübungsplatzes Altengrabow könnte ab morgen mächtig Ungemach drohen. Grund: "Ab dem 1. August wird ein Sicherheitsunternehmen aus Dresden den Truppenübungsplatz motorisiert bestreifen", erklärte Hauptmann Olaf Langkawel, Leiter des Truppenübungsplatzes, gegenüber der Volksstimme. Ziel sei es, dass zivile Bürger dem Platz ausweichen und ihn nicht mehr betreten. Dazu ist das Gefährdungspotential, vor allem durch Munition, zu hoch. Ein weiterer Hintergrund für diese Maßnahme sind der ein oder andere Diebstahl auf dem Truppenübungsplatz. Die Sicherheitskräfte sind zusätzlich zu den Feldjägern im Einsatz.

"Gelegenheitstätern ist nicht bewusst, dass die Streife bewaffnet ist. Sie hat hoheitliche Befugnisse."

Die Bundeswehr ist keine "normale" Firma. "Die Wachleute haben Befugnisse, die teilweise über die eines Polizisten hinausgehen. Sie haben hoheitliche Befugnisse. Gelegenheitstätern ist nicht bewusst, dass die Streife bewaffnet ist", sagt Georg Karck, Geschäftsführender Gesellschafter des Dresdener Sicherheitsunternehmens. Es werden immer mehrere Personen gleichzeitig auf Streife sein.

Die Wachleute erhalten eine spezielle Ausbildung, vor allem in Rechtsfragen und in der Schießausbildung. Sie müssen entsprechende körperliche und vor allem psychische Voraussetzungen mitbringen. Georg Karck: "Unsere Beschäftigten müssen stabil und besonnen sein. Jeder Einzelne muss sein Handwerk verstehen."

Das "Safe Sicherheitsunternehmen in Sachsen GmbH" mit Sitz in Dresden hat rund 250 Mitarbeiter. Fast alle von ihnen sind bei der Bundeswehr im Einsatz und konkret auf deren Liegenschaften tätig.

Hauptmann Olaf Langkawel informierte weiter über eine Einschränkung im Straßenverkehr am Truppenübungsplatz. Der Straßenabschnitt zwischen der Kreisstraße 1004 in Dörnitz (Straße der Deutsch Sowjetischen Freundschaft) ab der Kreuzung am ehemaligen Berghotel bis zum Bahnübergang vor der zur Landesstraße 55 (Drewitz - Lübars) führenden Kreisstraße 1229 ist Privatstraße des Bundes und Teil des Truppenübungsplatzes Altengrabow. Die Nutzung durch den zivilen Durchgangsverkehr wurde in der Vergangenheit geduldet.

"Duldung der Nutzung durch zivilen Durchgangsverkehr nicht länger hinnehmbar."

"Auf Grund der aktuellen Rechtslage würde der Bund im Ereignisfall haften, wenn der Schadensfall durch den Zustand der Straße ursächlich mit herbeigeführt worden ist. Der Zustand ist als sicher, aber nicht als gut zu bewerten", so der Hauptmann. Trotz des Zustandes der Straße werde die festgelegte Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h kaum eingehalten.

Durch diese regelmäßigen Tempoüberschreitungen, Übungstätigkeiten der Truppe, insbesondere aber durch die aktuellen und künftigen intensiven Baumaßnahmen am und auf dem Truppenübungsplatz und dem daraus resultierenden Baustellenverkehr und durch die Nutzung des Verladebahnhofes werde das Gefährdungspotential weiter gesteigert. Hauptmann Olaf Langkawel: "Aus diesem Grund ist eine Duldung der Nutzung durch den zivilen Durchgangsverkehr nicht länger hinnehmbar."

Die Zufahrt für den militärischen und berechtigten zivilen Verkehr zum Truppenübungsplatz und zum Truppenlager ist weiterhin frei. Die Nutzung für den zivilen Durchgangsverkehr ist aber ab sofort dauerhaft untersagt.

 

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