Dreimal wurde an den beiden vergangenen Wochenenden in das Vereinsheim der Detershagener Hundesportler eingebrochen. Bei den Mitgliedern des kleinen Vereins liegen die Nerven nun blank. Werden sie am kommenden Wochenende wieder vor einer aufgebrochenen Tür stehen?

Detershagen l Ende Juni war die Welt der 18 Hundesportler und ihrer Vierbeiner noch in Ordnung. In der Schermener "Bocksmühle" feierten sie das 50-jährige Bestehen des Vereins, den 1964 Detershagener gründeten, die ihre Schäferhunde ausbilden wollten.

Nur einen Monat nach dem Jubiläum hat der Vereinsvorsitzende Reiner Vollak (51) nun ernsthaft darüber nachgedacht, "den Kram hinzuschmeißen". Drei Einbrüche an zwei Wochenenden ins Vereinsheim, dreimal Polizei auf dem Gelände, drei Notreparaturen an der Eingangstür, das Chaos, das die Täter hinterlassen haben, das Entsetzen und die Fragen der Mitglieder, die Ungewissheit, ob die Diebe ein viertes Mal kommen, die Notwendigkeit, kostenintensive Maßnahmen zu ergreifen, um das Objekt besser zu sichern ... "Da liegen die Nerven blank", so Vollak. Doch spätestens am Dienstag stand für den Burger fest, dass er weitermacht. Es war sein Geburtstag und es gab, persönlich oder am Telefon, außer Glückwünschen viel Zuspruch. "Inzwischen blicken wir wieder nach vorn", sagt auch Vereinsmitglied Rolf Spiegler aus Gerwisch. Dennoch auch bei ihm: Zorn und Unverständnis: "Wir sind so ein kleiner Verein. Und nun wird uns das Wenige, das wir haben, noch geklaut. Eine Sauerei."

Den Schaden der drei Einbrüche beziffert Reiner Vollak auf "mehrere hundert Euro". Die Diebe kamen das erste Mal in der Nacht zum Sonnabend, 19. Juli, und nahmen unter anderem zwei Rasenmäher, Propangasflaschen, Benzinkanister, das Ofenrohr und Getränke mit.

Täter holen sich auch noch die Originalverpackung

Nach dem zweiten Einbruch, in der Nacht zum Sonnabend, 26. Juli, gehörte dann unter anderem das nagelneue Hauswasserwerk aus dem Keller des Vereinsheim zur Beute der Diebe. Auch Propangasheizer waren verschwunden.

Und in der Nacht zum Sonntag, 27. August, waren dann die Diebe nochmal im Vereinsheim und holten sich dann auch noch den Originalkarton des bereits gestohlenen Hauswasserwerkes.

"Zum Glück gab es bis auf breitgetretenen Kuchen und verfassungsfeindlichen Schmierereien mit Kreide, die wir inzwischen entfernt haben, nicht auch noch Vandalismusschäden", resümiert Reiner Vollak. Die Bilder und Pokale, mit denen das Vereinheim liebevoll ausgeschmückt ist, blieben unangetastet.

"Wir hatten etwas Geld für die geplante Erneuerung unseres Vordachs zurückgelegt, das werden wir nun dafür einsetzen müssen, unserer Vereinsheim besser zu sichern", so Vollak. Das will der Vorsitzende am Sonnabend, wenn auf dem Detershagener Hundeplatz wieder Training ist, mit den Vereinsmitgliedern besprechen.

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