Die 1,8 Kilometer lange Verbindung zwischen Körbelitz und der Bundesstraße 1 an der Alten Zicke ist kürzlich offiziell freigegeben worden.

Körbelitz l "Wir haben es endlich geschafft", entfährt es Gemeindebürgermeister Bernd Köppen kurz bevor er gemeinsam mit Eckhard Brandt, dem Ortsbürgermeister von Körbelitz, das symbolische Band durchtrennt und den multifunktionalen Weg damit offiziell freigibt. Ein Blick in die Chronik der Ereignisse zeigt, dass schon im Jahre 2003 ein Antrag zum Ausbau dieser Verbindung von Körbelitz und Möser durch die damalige noch selbständige Gemeinde Körbelitz gestellt worden und sogar positiv beschieden worden war. Doch die Gemeinde wollte zunächst das historische Schulgebäude sanieren. So fehlte zur Kofinanzierung des Weges schlicht das Geld. "Vielleicht nicht schlecht so", meint Brandt, "da haben wir ein schönes Gebäude und nun auch einen neuen Weg. Wer weiß, wie der schon aussehen würde, wenn wir ihn vor zehn Jahren gebaut hätten."

Den Bau dieses sicheren Radweges haben vor allem auch immer wieder die Körbelitzer Einwohner gefordert. Und zu Recht stand er somit in der Radwegekonzeption der Gemeinde Möserganz weit vorn in der Dringlichkeit. Doch sicher war auch, dass er nur mit Hilfe von Fördermitteln entstehen würde. Die sind nun nach gemeinsamen Anstrengungen vieler Seiten - Leader Aktionsgruppe Zwischen Elbe und Fiener Bruch", Amt für Landwirtschaft Stendal, Gemeinde- und Kreisverwaltung sowie Ortschaft - geflossen.

Wobei das Projekt kurzzeitig wieder auf der Kippe stand. Weil die Umweltbehörde aus vermeintlichen Tierschutzgründen eine Bauausführung in Bitumen nicht gewährte und auch ein Intervenieren der Gemeindeverwaltung abschmetterte, verzögerte sich der Bau erneut. So wurde zum Ende der Leaderförderungetappe das Geld knapp, zumal der geforderte Bau als zweispurige Betonstreifen deutlich teurer war als eine glatte Bitumenstraße. So musste das Projekt in zwei Bauabschnitte geteilt werden, von dem einer eine Leaderförderung erfuhr und der andere durch das Amt für Landwirtschaft, Forsten und Flurneuordnung Stendal übernommen wurde.

Die neue Trasse werden vornehmlich Radfahrer nutzen. Sie steht natürlich auch der Land- und Forstwirtschaft zur Verfügung.

Und der Feuerwehr, wenn nötig. Zur Freigabe hatte sich auch Gemeindewehrleiter Dirk Jeitner eingefunden. Er sagt, dass der neue Weg auch für die Feuerwehr wichtig sei. Ist aus irgend einem Grund die Landesstraße 52 blockiert, könnte keine Hilfe nach Körbelitz rein oder die Feuerwehr zur Hilfeleistung nicht heraus. "Jetzt gibt es aber einen Ausweg."

In die Freude mischt sich aber auch ein wenig Betrübnis. Rollstuhlfahrer werden den Weg wegen der schmalen Streifen wohl schwerlich nutzen können und Experten sind sich sicher, dass der Weg viel Pflege braucht und seine Haltbarkeit begrenzt ist.

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