Mit GPS-Geräten stehen ein Magdeburger Paar und eine Familie aus Gera plötzlich vor der alten Ziegelei in Parey. Beim Geocaching sind sie auf der Suche nach geheimen Schätzen im Jerichower Land.

Parey l Auf Schatzsuche befinden sich Michael und Anke Pohle aus Magdeburg und Andreas und Anna Köhler aus Gera mit ihren beiden Söhnen Michel und Leander im Jerichower Land. Ausgerüstet mit Handy, Kamera und speziellen GPS (Global Positioning System) Geräten zur Positionsbestimmung führt sie der Weg vor die alte Ziegelei in Parey.

Geocaching heißt die moderne Schatzsuche und ist ein Geländespiel ähnlich der Schnitzel- oder Schnipseljagd in der am Ende eine Belohnung auf die Schatzsucher wartet. Gesucht wird ein Behälter der ein Logbuch und eventuell kleine Tauschgegenstände erhält. Nachdem der Schatz gehoben wurde, tragen sich die Finder in das Buch ein und verbergen den Schatz wieder so, wie sie ihn vorgefunden haben. So haben nachfolgende Sucher die Chance, den Geocache zu finden. "Leider haben wir diesmal nichts gefunden, dies ist zwar selten, aber manchmal wird auch ein Behälter unwissentlich entsorgt", berichtet Michael Pohle.

Neben dem traditionellen Geocache, wo der Schatz direkt unter den angegebenen Koordinaten zu finden ist, gibt es unter anderem auch den Multi-Cache, der erst nach dem Lösen von Aufgaben zu finden ist. Der Fund selbst kann im Internet veröffentlicht werden und somit haben der "Verstecker" des Cache und andere Schatzsucher die Möglichkeit, die Begebenheiten rund um den Geocache zu verfolgen.

Ohne Logbuch und Dose kommt der Earth-Cache aus, hier zeigen die Koordinaten auf geologisch interessante Orte und berichten so über Fauna und Flora, Gesteinsarten und entwicklungsgeschichtliche Hintergründe der jeweiligen Regionen. "Wir nehmen Rücksicht auf die Natur, verlassen die ausgewiesenen Wege der Naturschutzgebiete nicht und halten uns an die Vorgaben des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) für naturverträgliches Geocaching und die Vorschläge des Deutschen Wanderverbandes", sagt Michael Pohle.

Auch wenn die beiden befreundeten Familien, die sich über dieses gemeinsame Hobby kennengelernt haben, diesmal nichts gefunden haben, war die Suche nicht umsonst. Der Weg ins Jerichower Land mit seinen Wiesen, Wäldern und Wassergebieten an den Elbauen sei ein landschaftliches, erholsames Naturerlebnis gewesen.