30 Auszubildende erhielten am Donnerstag im Forstlichen Bildungszentrum (FBZ) Magdeburgerforth nach einer dreijährigen Ausbildung zum Forstwirt ihre Zeugnisse. 27 von ihnen legten ihre Prüfungen mit Erfolg ab.

Magdeburgerforth l Der Ausbildungsjahrgang 2012/14 war ein besonderer Jahrgang, stellte Berufsschullehrer Uwe Pannecke anlässlich der Zeugnisausgabe fest. Von den 30 Auszubildenden erreichten 16 einen Notendurchschnitt von 1,0 bis 1,8. Nur drei müssen noch einmal zu einer Nachprüfung Ende Oktober antreten. "Der Jahrgang war im Vergleich zu den Vorjahren deutlich besser. Auch drei Durchfaller sind entschieden weniger als in den letzten Jahren", so Reinhold Sabsch, Leiter des Forstlichen Bildungszentrums. Und fügte hinzu: "Die Auszubildenden haben gezeigt, dass sie leistungs- und steigerungsfähig sind."

Als Jahrgangsbeste wurden Johann Kass (LFB Ostharz), Rico Gothe (Forstamt Harz/O) und Clemens Große (Forstamt Dessau) ausgezeichnet. Sie erhielten dafür vom Förderverein zur Ausbildung von Forstwirten und Forstwirtschaftsmeistern als Anerkennung für ihre gezeigten Leistungen Sachpreise überreicht.

"Sie haben eine sehr solide Ausbildung für ihren Lebensweg bekommen. Es steht ihnen nun vieles offen. Sie können stolz darauf sein, einen so wichtigen beruflichen Abschnitt abgeschlossen zu haben", machte Bernd Dost, Leiter des Landesforstbetriebes Sachsen-Anhalt, deutlich. Und er konnte auch eine erfreuliche Nachricht übermitteln: Drei Auszubildende können befristet übernommen werden. Ein weiterer kann ab dem 1. August im Südharz beschäftigt werden.

Michael Springer, Abteilungsleiter in der Landesanstalt für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (LLFG), lobte die Zukunftsaussichten des Berufes Forstwirt/Forstwirtschaftsmeister. "Sie haben einen wunderschönen Beruf erlernt. Er ist zukunftsorientiert, findet in der Natur statt, hat sich der Nachhaltigkeit verschrieben und ist ein Beruf, der in der Wirtschaft außerordentlich wertgeschätzt wird." Damit verbunden sei aber auch, dass "die Anforderungen, die an Sie gestellt werden, wachsen. Sie werden Verantwortung übernehmen müssen". So mancher werde den Wunsch verspüren, sich weiterzubilden. Möglichkeiten dazu biete die Meisterschule oder ein Studium. Und er gab den zukünftigen Forstwirten noch mit auf ihren weiteren Weg: "Sie werden in den Betrieben sehnsüchtig erwartet und benötigt."

Lutz Meyer vom Landeszentrum Wald machte den Durchfallern Mut: " Lassen Sie nicht den Kopf hängen. In einem halben Jahr sieht alles anders aus."

"Die Prüfungen sind alle ordnungsgemäß verlaufen. Es gab keine Unfälle und Verletzungen", konnte Reinhold Sabsch abschließend konstatieren. Allerdings "lag das Wetter teilweise an der Schmerzgrenze".

Auf einen Vertreter des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt musste bei der Zeugnisausgabe diesmal verzichtet werden. Frank Specht von der Landesforstverwaltung hatte ganz kurzfristig absagen müssen.

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