Das Dorffest in Detershagen ist mittlerweile zur Tradition geworden. Über den Tag verteilt, kamen zahlreiche Gäste an den Teich. Mit Orientierungslauf, Kistenstapeln und vielem mehr wurde einiges für die Kinder aufgebaut. Dazu gab es lukrative Preise zu gewinnen.

Detershagen l Frank Weber und Gerd Gerwisch sind konzentriert. Die ersten Kisten werden übereinander gestapelt. Noch ist es einfach. Dann ist der Turm so hoch, dass sie nicht mehr oben rankommen, darum wird der Turm nun immer angehoben, eine Kiste drunter geschoben. Der Turm wird immer wackliger, fällt aber nicht. Jetzt soll die 20. Kiste folgen, doch da gibt es kein Halten mehr und jede Menge Getränkekästen fallen auf den Boden. Dennoch halten sie mit 19 Stück den Rekord.

Auf der anderen Seite des Detershagener Dorfplatzes direkt am Teich kommen vier Jungs vollkommen außer Puste am Tisch von Holger Jurack an und reichen ihre Zettel hin. "Alles richtig", sagt Jurack und händigt allen eine Urkunde aus. Die Vier waren auf einem zwei Kilometer langen Orientierungslauf durch den Ort unterwegs. Sieben Standorte mussten sie nach einer Karte erlaufen. Organisiert hat das der Verein ESV Lok Magdeburg. "Selbst für Einheimische ist es erstmal eine Herausforderung, den kürzesten Weg zu einzelnen Punkten zu finden", weiß Jurack. Der Magdeburger Sportverein bietet das auch in anderen Orten an. "Eine Karte zu erstellen und verschiedene Stationen festlegen, wäre überall möglich", so Jurack.

Freiwillige Feuerwehr hat das Fest organisiert

Allerhand war also geboten auf dem Dorffest in Detershagen. Neben den bereits beschriebenen Stationen gab es zwei Hüpfburgen für die Kinder und am Schießstand konnte ein Wochenende in einem gesponserten Auto gewonnen werden. Für die Kleinen wurde zudem ein kleines Häuschen aufgebaut, indem zahlreiche Feuer zu bekämpfen waren. Mit einem kleinen Schlauch musste genau gezielt werden, um das Haus zu retten. Am Abend folgte Musik und Tanz im Festzelt. Ein Auftritt des Tanzsportclubs Blau-Gold Burg sorgte für entsprechende Stimmung im Festzelt. Für das leibliche Wohl war mit Kaffee und Kuchen von der Volkssolidarität, einer Gulaschkanone und verschiedenen Eisvariationen den ganzen Tag über gesorgt.

"In der Ferienzeit ist das immer etwas schwieriger, aber ich gehe davon aus, dass gegen Abend noch viele Gäste kommen werden", sagt Ortsbürgermeister Heinz Jantzen am Nachmittag. Das Dorffest sei mittlerweile eine Tradition geworden und werde vorrangig von der Freiwilligen Feuerwehr organisiert. "Das Fest braucht im Vorfeld kaum noch Organisation, weil jeder mittlerweile weiß, was er zu tun hat", so Jantzen.

Drei bis vier Tage hat die Organisation und der Aufbau der verschiedenen Elemente dann aber doch gedauert. Mit etwa 20 Kameraden habe die Feuerwehr aber eben genau die richtige "Manpower", um so etwas auf die Beine zu stellen, so Wehrleiter Denny Rosadzinski. Auf die sonst immer aufgebaute Kegelbahn habe man in diesem Jahr bewusst verzichtet. "Es sind Ferien, es ist Urlaubszeit, und so eine Bahn kostet immer eine ganze Menge Kraft", erklärt der Wehrleiter.

Für eine Ortschaft wie Detershagen sei so eine Art Fest ganz wichtig, "vor allem für die Gemeinschaft", so der Wehrleiter. Dass die freiwillige Feuerwehr die Organisation mit in die Hand nehme, sei für ihn selbstverständlich. "Im Ort dreht sich vieles um die Feuerwehr. Wir sind mehr oder weniger das Bindeglied und nehmen uns dieser Verantwortung auch an."

 

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