Der Bauausschuss des Stadtrates hat die Entwurfsplanung zur Sanierung der Burger Mühlenstraße bestätigt. Zuvor will der Wasserverband neue Leitungen verlegen. Offen ist allerdings, wann mit den Arbeiten genau begonnen wird.

Von Mario Kraus

Burg l Nicht nur die 210 Meter lange Burger Mühlenstraße im Osten der Stadt selbst ist dringend sanierungsbedürftig, auch die Leitungen in der Erde müssen erneuert werden. Aus diesem Grund hat der Wasserverband Burg 325 000 Euro eingeplant, um auf einer Länge von 200 Metern neue Trink-, Regen- und Schmutzwasserleitungen zu verlegen. In diesem Zusammenhang werden auch 23 Hausanschlüsse installiert, teilte Verbandsgeschäftsführer Mario Schmidt mit.

Die Stadt will mit dem Wasserverband Schritt halten und anschließend die Fahrbahn, die sich in einem schlechten Zustand befindet, erneuern - einschließlich Gehwege und Straßenbeleuchtung, erläuterten Sigrun Hohmann und Brigitte Marmodèe vom Bau-Fachbereich dem Bauausschuss. So soll die fünf Meter breite Straße künftig mit einer Asphaltdecke versehen werden; die Gehwege, die zwischen 1,50 und 2,50 Meter variieren, werden mit Betonsteinpflaster ausgebaut. Wie vielfach bereits geschehen, soll auch dieser Abschnitt bei der Straßenbeleuchtung moderne LED-Technik, analog der Pulverstraße, erhalten, weil effizient und energiesparend. "Die Leuchten werden auf dem nördlichen Gehweg in einem Abstand von 50 Zentimetern hinter dem Bord angebracht", erläuterte Brigitte Marmodèe. Im Etat der Stadt sind für das Vorhaben 90 000 Euro eingestellt.

Diese Form billigte der Ausschuss, diskutiert wurde indes über die Anzahl der Querungsmöglichkeiten, die derzeit an beiden Straßenenden vorgesehen sind. Während sich Dominik Pattè (SPD-Fraktion) für eine weitere Querung in der Mitte der Straße aussprach, hielten dies unter anderem Hansjürgen Wendrich (CDU-Fraktion) und Frank Endert (Freie Wähler Endert-JL) für nicht notwendig, weil ausreichend Absenkungen bei den Grundstücksauffahrten vorhanden seien.

Offen ist allerdings, wann konkret mit dem Bau der Burger Mühlenstraße begonnen werden kann. Das Problem: Während der Wasserverband in den Startlöchern steht, verfügt die Stadt derzeit noch über keinen Haushalt für das laufende Jahr, dieser soll vom neuen Stadtrat im September beschlossen werden. "Mit Genehmigungsfristen und Ausschreibung sind wir dann fast schon im Winter. Ist es überhaupt realistisch, dass noch dieses Jahr angefangen werden kann?", fragte CDU-Fraktionschef Frank-Michael Ruth sowohl auf der Sitzung des Bauausschusses als auch auf der jüngsten Verbandsversammlung. Verbandschef Mario Schmidt hofft indes, dass die Stadt schnellstmöglich die Voraussetzungen für einen Baubeginn schafft. "Das Projekt war lange bekannt und für dieses Jahr zur gemeinsamen Realisierung vorgesehen. Ich gehe davon aus, dass die Stadt einen Weg für einen effizienten Baubeginn in diesem Jahr findet - wie auch an anderer Stelle. Wir wollen unbedingt in diesem Jahr starten, hier werden noch Bleihausanschlüsse genutzt. Und die müssen schnellstens verschwinden. Nur eine gemeinsame, aufeinander abgestimmte Maßnahme bringt Synergien für beide Seiten."