Die Foto-Olympiade der Volksstimme in der Einheitsgemeinde Gommern macht heute Halt im kleinen Elbedorf Dornburg. Bei dem Wettstreit wird diejenige Ortschaft gesucht, welche die meisten Einwohner im Verhältnis zur Einwohnerzahl auf das Bild bringt. Der Gewinner bekommt eine Siegerprämie von 300 Euro. Über Dornburg sprach die Volksstimme mit Ortsbürgermeister Andreas Steinz.

Volksstimme: Wie beurteilen Sie die Entwicklung von Dornburg in den vergangenen fünf Jahren?

Andreas Steinz: Mit der Entwicklung können wir im Großen und Ganzen zufrieden sein. Die Infrastruktur ist in Ordnung. In Dornburg gibt es keinen Leerstand an Einfamilienhäusern. Die Straßen sind bis auf die Straße im Neuen Krug saniert, insbesondere die Ortsdurchfahrt ist nach langem Anlauf vernünftig ausgebaut. Der erste Bauabschnitt vom Projekt Seesanierung ist fertiggestellt.

Was sind die Vorteile einer "großen Gemeinde"?

Die Verwaltungsaufgaben sind von der Gemeinde durch ehrenamtliche Tätigkeit nicht mehr eigenständig ausführbar. Haushalt, Fördermittelbeantragung, Überwachung von Baumaßnahmen und vieles mehr sind vom Ortschaftsrat nicht eigenständig zu leisten. Deshalb sind wir froh, mit der Stadtverwaltung in Gommern einen kompetenten Partner zu haben.

Trauern Sie der Eigenständigkeit von Dornburg nach?

Man erinnert sich schon mit Stolz, was vom Gemeinderat gleich nach der Wende in Dornburg geschaffen wurde. Die Gemeinde Dornburg war einer der ersten Orte, die am Dorferneuerungsprogramm teilgenommen haben. Der Ausbau vom Abwasserkanal, Ausbau Seestraße, Neue Reihe und vieles mehr sind Maßnahmen, auf die wir als Ort stolz sein können. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir zum Glück große Unterstützung durch unsere Partnergemeinde Hohne/Spechtshorn. Heute ist eine andere Zeit angebrochen. Die Zusammenarbeit mit der Verwaltung in Gommern ist in Ordnung.

Gibt es Alleinstellungsmerkmale, die Dornburg in der Einheitsgemeinde Gommern hervorheben?

Aufgrund der geographischen Lage in den Elbauen sind wir ein außergewöhnlich schönes Dorf. Dornburg wird durch die Lage unmittelbar am Elberadweg von sehr vielen Touristen besucht. Wir haben ein Schloss und eine wunderschön sanierte Kirche. Für ein Dorf mit so wenigen Einwohnern haben wir sogar eine Gaststätte und ein Café, welche über die Ortsgrenzen bekannt sind.

Was sollte im Jahr 2014 in Dornburg umgesetzt werden?

Große Baumaßnahmen sind im Jahr 2014 in Dornburg nicht geplant. Am zweiten Septemberwochenende rechnen wir wie in jedem Jahr mit vielen Besuchern zum Tag des "Offenen Denkmals". Schlossführungen durch die Mitglieder der Stengelgesellschaft und Kirchenbesichtigungen sind wie jedes Jahr möglich. Traditionell wird auch wieder der Adventsmarkt Anfang Dezember vor dem Schloss stattfinden.

Wagen Sie bitte einen Blick in die Zukunft: Wie wird sich Dornburg in zehn Jahren entwickelt haben?

Nach dem Hochwasser im vergangenen Jahr warten alle Dornburger dringend auf die DIN-gerechte Sanierung der Deichanlagen. Ein großer Wunsch wäre sicherlich ein Verkauf vom Schloss durch das Land Sachsen Anhalt an einen Investor mit einem vernünftigen Konzept. Die Fortführung der Seesanierung einschließlich der Seen Dornburg, Prödel, Lübs bis nach Gödnitz ist nicht nur für alle Angler sondern für die Erhaltung des Biosphärenreservats wichtig. Eine fachgerechte Sanierung der Kreisstraße zwischen Prödel und Dornburg wäre erstrebens-wert.

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