Parchau/Ihleburg (am) l "Einen solch` großen Fisch habe ich gefangen", sagt der Angler und reißt die Arme immer weiter auf, als wollte er links und rechts den Horizont berühren. Dass es auch echt große Fische zu fangen gibt, und das hier in der Region, belegte jetzt Werner Krüger. Der Vorsitzende des Fischereivereins Parchau/Ihleburg legte zwei Fotos vor, die Superfänge zeigen. An Land gezogen von zwei seiner Vereinsmitstreiter.

Gunnar Hollstein hatte am 1. August einen ganz kapitalen Biss. Der Wels, den er aus dem Parchauer See zog, war stattliche 139 Zentimeter lang. Der Fisch brachte 17,6 Kilogramm auf die Waage. Der größte Fisch, den er bisher gefangen hat. Jede Menge Fisch für Grill und Suppe. Um einen solchen Burschen aus dem Wasser zu bekommen, sind schon einige Erfahrung und Geschicke, Kraft und Ausdauer vonnöten. Gut eine halbe Stunde hatte Hollstein mit dem Wels zu kämpfen - dann hatte er gewonnen.

Kaum weniger stolz sein kann Enrico Müller auf seinen bisherigen "Fang des Lebens". Am 13. Juli hatte er ebenfalls ein Prachtexemplar von Wels am Haken und nach einer halben Stunde an Land. 110 Zentimeter lang und 10,87 Kilogramm schwer war seine Beute.

Welse sind die größten reinen Süßwasserfische Europas. Zwischen einem Meter und 1,50 Meter lang und zehn bis 50 Kilogramm werden sie im Schnitt. Experten schätzen, dass Welse bis zu 100 Jahren alt werden können. Einer der bisher nachweislich größten mit der Angel gefangenen Welse war 144 Kilogramm schwer und 2,78 Meter lang. Er wurde nicht aus dem Parchauer See gezogen, sondern aus dem Po - in Italien.

"Es sind schon noch Granaten im See drin", sagt Petrijünger Werner Krüger. "Vor 15 Jahren haben wir hier Welse eingesetzt." Da dürfte man ja noch einiges zu erwarten haben.

Am 16. August treffen sich die Parchauer und Ihleburger Angler ab 14 Uhr zum traditionellen Zielwerfen. "Es soll auch wieder richtig gemütlich zugehen", sagt Werner Krüger. Geselligkeit ist Trumpf bei den Anglern, die sonst ja vor allem die Stille suchen - Angel, Wasser und Fisch.

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