Das neue Gesetz zur Förderung und Betreuung von Kindern in Tageseinrichtungen und in Tagespflege des Landes Sachsen-Anhalt (Kinderförderungsgesetz/KiFöG) bringt auch in der Einheitsgemeinde Stadt Möckern finanzielle Mehrkosten mit sich.

Möckern l "Man kann in unserem Haushalt deutlich sehen, wie die Kosten gestiegen sind", macht Stadtbürgermeister Frank von Holly deutlich. Im Plan stehen 827 000 Euro. Das Rechnungsergebnis im Jahr 2010 lag bei 776 000 Euro. Davon entfallen zirka 80 000 Euro auf die Jugendclubs. Frank von Holly: "Der Zuschussbedarf lag bei jährlich rund 700 000 Euro."

Für das Kita-Jahr 2013/14 beläuft sich der Zuschuss auf 1,3 Millionen Euro, 2014/15 auf 1,24 Millionen Euro und 2015/16 auf 1,21 Millionen Euro. Die geringer werdenden Kosten ab 2014/15 liegen, so der Stadtbürgermeister in den fallenden Kinderzahlen begründet. "Damit ist zu sehen, dass durch das KiFöG die Kosten in unserer Einheitsgemeinde um 100 Prozent gestiegen sind", so Frank von Holly.

Auch die Elternbeiträge erhöhten sich mit der Einführung des KiFöG deutlich. Im früheren Erlass (betreffs 2. und 3. Kind) steckten im Zuschuss Verluste drin. Heute wird dies vom Land Sachsen-Anhalt getragen. Frank von Holly: "Die Summe der Auflagen durch das Land ist deutlich höher als die Mehrzuweisungen."

So sehen die Kosten für die Betreuungszeit in der Kinderkrippe aus: 1. Kind/5 h 115 Euro (vorher 120 Euro), 1. Kind/8 h 151 Euro (vorher 147 Euro), 1. Kind/10 h 173 Euro (vorher 160 Euro).

Im Kindergarten stellt es sich für das erste Kind wie folgt dar: 5 h/115 Euro (vorher 115 Euro), 8 h/151 Euro (vorher 142 Euro und 10 h/173 Euro (vorher 155 Euro).

Im Hortbereich stiegen die Elterbeiträge für das erste Kind von 56 auf 70 Euro, für das zweite Kind von 53 auf 57 Euro und für das dritte und alle weiteren Kinder von 42 auf 45 Euro.

Unverändert geblieben sind die Tagessätze für Gastkinder: bis 5 h/6 Euro, bis 10 h/11 Euro und Hortbetreuung 6 Euro.

Probleme beim Personal habe das KiFöG für die Einheitsgemeinde nicht gebracht. "Uns fehlt kein Personal. Es ist ausreichend vorhanden", so Frank von Holly. Schwieriger sei es aber geworden, qualifiziertes Personal zu finden.