Ein grünes Klassenzimmer soll auf dem Hof des Hauses Mubi entstehen. Ideen und Wünsche gibt es viele. Mit den 2000 Euro der Ösa-Versicherung kann mit dem Herrichten der Mauer ein erster Schritt gegangen werden.

Burg l Noch ist die Idee wenig spruchreif, aber Vorstellungen hat Kreisvolkshochschulleiterin Yvonne Nitzsche ganz viele. Auf dem Hof des Hauses Mubi in der Magdeburger Straße in Burg soll in Zukunft ein grünes Klassenzimmer entstehen. "Am liebsten mit einer Überdachung und fest verankerten Stühlen", sagt sie. Bereits an den vergangenen beiden Wochenenden haben Töpferkurse im Freien gearbeitet. "Ich kann mir vorstellen, dass dadurch die Kreativität noch weiter angeregt wird", meint auch Kirsten Krüger, Agenturleiterin der Ösa in Burg.

Die Öffentlichen Versicherungen Sachsen-Anhalt honorieren nämlich mit einer finanziellen Zuwendung in Höhe von 2030 Euro, dass der Landkreis im vergangenen Jahr seine Schadensquote gering halten konnte. "Wir freuen uns über das Geld, ist es doch ein gewisser Lohn für unsere Bemühungen zur Schadensvermeidung", erklärt Landrat Steffen Burchhardt (SPD). Mit dem Gestalten des grünen Klassenzimmers werde ein Mehrfachnutzen für Volks- und Musikschulteilnehmer geschaffen, so der Landrat. Das kann Nitzsche nur bestätigen. "Es würde von zwei Einrichtungen mit verschiedenen Altersgruppen genutzt", sagt sie. Als einheimischer Versicherer zahlt die Ösa den versicherten Landkreisen und Kommunen seit vielen Jahren eine finanzielle Anerkennung, wenn sie im zurückliegenden Jahr erfolgreich Schäden verhüten konnten. Vorstandsvorsitzender Peter Ahlgrim: "Dies ist kein Selbstläufer." Damit weist er auf die hohen Versicherungsleistungen für die Hochwasserschäden auch im Jerichower Land hin. "Wir haben uns dennoch entschlossen, die Schadensprävention unserer kommunalen Partner zu belohnen", so Ahlgrim.

Landkreis ist eine von 80 Kommunen

Mit dem Versicherungsgeld soll die Mauer auf dem Hof glatt verputzt werden. Dazu muss der Auftrag allerdings erst ausgeschrieben werden. Das Grundstück auf dem die Mauer steht, ist erst kurz vor dem Einzug in das neue Haus Mubi dazugekommen und konnte deswegen in den vorangegangenen Bauarbeiten nicht mit einbezogen werden. Was mit der weißen Fläche dann passiert, ist noch offen. "Nach der Sommerpause werden wir uns mit unseren Kunstdozenten zusammensetzen. Vielleicht bietet sich dann hier die Möglichkeit an, auch mal mit großflächigen Motiven zu arbeiten", so Nitzsche. Wenn das fertiggestellt ist, sieht es die Leiterin der Kreisvolkshochschule als ersten Schritt für das grüne Klassenzimmer. Nach der Havarie im Haus der Kreismusik- und Kreisvolkshochschule im März dieses Jahres mit einem Schaden von 35000 Euro ist der Scheck eine willkommene Unterstützung.

Das Jerichower Land ist eine von 80 Kommunen, die in diesem Jahr in den Genuss der finanziellen Zuwendung seitens der Versicherung gekommen ist. "Es ist eine schöne Sache und zeigt, dass wir einiges richtig gemacht haben, wenn wir Schäden so vorbeugen konnten", betont der Landrat.

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