Jerichow/Burg (ifr) l Nicht nur Hausbesitzer können für Flutschäden staatliche Hilfe beantragen, sondern auch Waldbesitzer. Doch gibt es in deren Kreisen bislang nur wenig Resonanz. Der Große Waldgärtner hat im Kiefernwald zwischen Fischbeck und Schönhausen mächtig zu tun. Der schwarzbraune Rüsselkäfer - denn um einen solchen handelt es sich hierbei - bevorzugt die Rinde von absterbenden Kiefern als Lebensraum für seine Larven. Diese zerstören die Bastschicht, welche den Baum versorgt - was dessen Ende beschleunigt. Entlang der Reviere nahe der Bundesstraße gibt es viele absterbende Bäume. Noch immer kündet dicht anbei ein im Vorjahr neu entstandener See von der Flutkatastrophe - hier wurden sogar seltene Schwarzstörche gesichtet. Peter Sültmann leitet das Betreuungsforstamt "Elb-Havel-Winkel" in Genthin, er wundert sich, dass die Waldbesitzer bares Geld verschenken. Denn bislang ist deren Resonanz bei der Beantragung von Erstattungen für Flutfolgeschäden eher verhalten. Viel Zeit haben sie nicht mehr: Am 31. Dezember endet die Antragsfrist.