Frischer Wind bei der Wohnungsbaugesellschaft Burg: Nach der Privatisierung im vergangenen Jahr wurden erstmals wieder Mitarbeiter eingestellt. Auf diese Weise soll unter anderem das Vermietungsgeschäft angekurbelt werden.

Burg l "Junge, gut ausgebildete Leute bringen neue Ideen und bereichern unser Unternehmen", sagt Prokuristin Bärbel Michael - und freut sich, mit Sarah Woigk und Philip Richter seit Juli zwei Mitstreiter gefunden zu haben, die sowohl menschlich als auch fachlich zum Unternehmen passen und ihre Arbeit professionell anpacken. Dass dabei auch der Altersdurchschnitt innerhalb der Wobau gesenkt werden konnte, sei ein gelungener Nebeneffekt. Denn beide sind 23 Jahre jung beziehungsweise Mitte 20. Schon nach wenigen Wochen können sie sich über das Lob der Geschäftsführung freuen. Während Sarah Woigk als Bankkauffrau die Firmenleitung unterstützt, die Wobau für die Zukunft strategisch fit zu machen, betriebliche Organisationen zu planen und Projekte vorbereitet, um den Wohnungsbestand zu verbessern, ist Philip Richter als Immobilienkaufmann der Profi für die Vermietungen. Dass er als junger Mann naturgemäß den direkten Draht auch zu jüngeren Interessenten aufbaut, verstehe sich von selbst. Sein klares Ziel formuliert er in zwei Sätzen: "Mit uns ist es sogar möglich, dass die passende Wohnung innerhalb von 24 Stunden angemietet werden kann. Die Wohnungen können ganz nach den Wünschen der Mieter gerichtet werden." Dies setze allerdings eine enge Teamarbeit voraus, ergänzt Bärbel Michael. Das heißt: "Jetzt sind beispielsweise alle Beschäftigten mit in die Vermietung einbezogen und nicht ein Einzelner. Jeder kümmert sich an seinem Arbeitsplatz darum." Was nicht nur Zeit spare, sondern auch die Kommunikation untereinander verbessere.

Die neue Herangehensweise habe sich bereits ausgezahlt: Die Zahl der Neuvermietungen sei in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen. In diesem Zusammenhang hätten auch kleine Aktionen, wie die so genannten blauen Nasen mit Telefonnummer oder aber Begrüßungspräsente, ihre Wirkung nicht verfehlt.

Die Wobau verfügt derzeit über 1300 Wohnungen, der Leerstand beträgt 20 Prozent.