Burg l "Wir haben eine heiße Spur - und noch einiges mehr." Knapp umriss Poliziesprecher Thomas Kriebitzsch am Freitag auf Volksstimme-Nachfrage das Ergebnis der großangelegtene Befragungsaktion am Vortag im Burger Wohngebiet Süd (Volksstimme berichtete). 20 Beamte aus dem Revier und aus der Landesbereitschaftspolizei waren bis in die Abendstunden durch das Wohngebiet gegangen und hatten Bewohner das Phantombild des Täters gezeigt und befragt.

"Wir sind vorsichtig optimitisch. Wir sind gut vorangekommen", erklärte Kriebitzsch weiter. Auch am Freitag waren nochmals Beamte im Wohngebiet unterwegs. "Wir haben wichtige Erkenntnisse gewonnen aus den Gesprächen an der Haustür und durch Hinweise von Bürgern nach der Veröffentlichung in der Volksstimme und im Internet."

Polizisten klingeln an der Haustür

Die ungewöhnliche Befragungsaktion in Burg-Süd bezeichnete Kriebitzsch als einen Erfolg. "Sie hatte einen interessanten Nebeneffekt: In den Gesprächen erhielten wir Hinweise zu einigen anderen Straftaten, die wir jetzt auswerten und nutzen können. Man muss schon sagen: Wenn die Kollegen nicht von Haustür zu Haustür gegangen, geklingelt und gefragt hätten, hätten wir diese Informationen nicht erhalten."

Kriebitzsch appellierte an die Bürger, sich nicht zu scheuen, den Kontakt zur Polizei zu suchen, wenn sie Hinweise zu möglichen Straftaten geben könnten. Das helfe, Straftaten aufzuklären, Täter zu fassen und so Kriminalität ein Stück einzudämmen.

Der gesuchte Rewe-Räuber (Beschreibung und Phantombild im Infokasten) hatte am 12. August kurz vor Geschäftsschluss im Markt am Conrad-Tack-Ring eine Tafel Schokolade gekauft. Dann hatte er die Kassiererin mit einer Schreckschusspistole bedroht und mit leichtem Akzent die Herausgabe von Bargeld gefordert. Dann schoss er auf die Frau und verletzte sie am Bein. Der Räuber entkam mit mehr als 1000 Euro Beute. Jugendliche alarmierten die Polizei. Arbeitskollegen kümmerten sich um die geschockte Kassiererin. Der Arbeitgeber sagte Unterstützung zu.

Aus ermitlungstaktischen Erwägungen wollte sich Kriebitzsch nicht näher äußern. "Die Kollegen werden die nächsten Tage intensiv weiterarbeiten, um den Täter aufzuspüren und dingfest machen zu können", sicherte er zu.

Bilder