Viel zu erleben gab es in den Ferien im SKZ. Rund 400 Kinder nutzten das umfangreiche Programm der vergangenen sechs Wochen. Beim Sportfest konnten die Ferienkinder nochmal alles geben. Dabei hatte jedes Team seine eigenen Stärken.

Burg l Genau 4 Minuten und 34 Sekunden brauchen die vier Mädchen Helena, Kimberley, Maria und Julia, um das Holzhaus zusammenzupuzzeln. Dabei muss jede die zwölf bunten Holzteile zu einem Häuschen zusammen bauen.

Die Aufgabe ist eine von acht Stationen, die die Mitarbeiter des SKZ für das große Sportfest am Montag für die Ferienkinder vorbereitet hatten. Beim Stiefelweitwerfen, Torwandschießen und Slalomlaufen dürfen sich die Ferienkinder unter anderem austoben.

Beim "Häuslebauen" geht es um Zeit. Gestoppt wird erst, wenn alle Teammitglieder fertig gepuzzelt haben. "Wer schon fertig ist, darf den anderen helfen", erklärt Claudia Wentorp den Mädchen und den anderen fünf Teams immer wieder. Die Mädchen werfen dabei gerne mal einen Blick zu den Nachbarn. Die zwölfjährige Julia ist am schnellsten fertig und eilt den Mitstreiterinnen zur Hilfe.

Anders als das Team der vier Jungs. Als die Jungs vor den Puzzlenteilen sitzen, ist der Ehrgeiz das Haus allein zusammen zu bauen, größer als die Teamaufgabe gemeinsam schnell zu erledigen. "Fertig" ruft der zehnjährige Jannik. Da stehen bei seinem Nachbarn Felix noch nicht mal zwei Wände.

Schnell wollen die Jungs hingegen am Niedrigseilparcours sein. Auch wenn es hier gar nicht um die Zeit geht, erklärt Steven Krippner, der den Kindern hilft. Die Teams müssen zusammen das Seil überqueren. Wer runterfällt, muss nochmal von vorne anfangen.Am schwierigsten ist für alle die letzte Übung: Zusammen müssen die vier auf die andere Seite kommen, doch dabei dürfen sich nur der erste und der letzte festhalten.

"Warte doch mal", sagt Felix, als sich die Jungs auf dem Seil hintereinander positionieren.

Bei den Mädchen läuft es anders ab. Kimberley versucht sich an ihrer Mitstreiterin festzuhalten. Nur so klappt das gemeinsame Laufen über das Seil. "Jungs kommen - egal welches Alter - einfach nicht darauf, sich aneinander festzuhalten", weiß Steven Krippner, der den Niedrigseilparcours zusammen mit Claudia Krause betreut.

Trotz der unterschiedlichen Herangehensweise: Bis zum Schluss geben alle Mitstreiter ihr Bestes.

"Ein schöner Abschluss für die letzten Ferientage", sagt Christin Voigt, die nicht nur das Sportfest, sondern auch die zahlreichen anderen Aktionen mitorganisiert hat. Kollegin Silke Kirchhof ergänzt: "Rund 400 Kinder haben in den Ferien das Programm im SKZ besucht." Kinder aller Altersklassen haben an den Ausflügen oder Kreativnachmittagen teilgenommen. "Eine hervorragende Bilanz", fasst Silke Kirchhof zusammen.