Zwei Wochen später als geplant, aber im Kostenrahmen geblieben - heute ziehen die ersten Mitarbeiter der Kreisverwaltung in das neue Verwaltungsgebäude. Im März 2015 soll dann die neue Leitstelle in Betrieb gehen.

Burg l Rote Türen, graue Rahmen, weiße Wände - die Farben der Fassade des Neubaus in der Bahnhofstraße in Burg finden sich auch im Inneren wieder. Die unteren beiden Etagen sind fertig. In der dritten Etage, in der dann die neue Leitstelle unterkommen soll, müssen noch Elektro- und Malarbeiten durchgeführt werden. Ziel für die endgültige Fertigstellung ist der 26. September. Der Kostenrahmen von 3,4 Millionen Euro wurde eingehalten. Die knapp einjährige Bauzeit bezeichnet Kreisvorstand Bernd Girke als "Rekordzeit". Die ersten Mitarbeiter ziehen heute aus der alten Baracke in die neuen Räume um.

Noch in der Ausschreibung ist die Technik für die neue Leitstelle. Dazu gehören Computer, Medienwände und weiteres Equipment. Die Kosten für diese Technik beziffert Girke auf weitere 1,4 Millionen Euro. "Stand jetzt werden wir im März 2015 von der alten auf die neue Leitstelle umschalten", so der Kreisvorstand. Zuvor wird es voraussichtlich im November/Dezember dieses Jahres noch einen Probebetrieb geben. "Dabei wird jede einzelne Komponente geprüft. Das ist ein sehr aufwendiger Prozess", erklärt der Kreisvorstand. Auch wenn auf Digitalfunk umgeschaltet wird, bleibt der Analogfunk für weitere zwei Jahre bestehen. "Es gibt Orte in den Randbereichen von Brandenburg oder Niedersachsen, wo kein Digitalsignal möglich ist", begründet Girke.

Ansonsten sei die neue Leitstelle die modernste Sachsen-Anhalts, so der Bau-Fachmann. Dazu gehören neben einem Schleusensystem, um in die Leitstelle zu kommen, riesige Klimatisierungsanlagen auf dem Dach, um die Serverräume abzukühlen. Auch eine Feuerlöschanlage ist in diesen Räumen integriert. In der Leitstelle werde alles doppelt vorhanden sein, um einen eventuellen Ausfall kompensieren zu können. Dafür gibt es zusätzlich ein Notstromaggregat.

Der Neubau wird die alte Baracke aus dem Ersten Weltkrieg ersetzen. "Das waren zum Teil schon unzumutbare Bedingungen", fasst Girke zusammen. Der Abriss der Baracke soll dann Ende nächster Woche erfolgen. Mit dem Abriss können die Arbeiten an der Außenanlage beginnen. Auf der Freifläche sollen dann Parkplätze entstehen. Das Ende der dortigen Bauarbeiten ist für den 15. Dezember vorgesehen. "Wenn man sich das Gebäude anschaut, werden auch Kritiker feststellen, dass das der ideale Standort ist. Für den Platz, den wir brauchen, gab es keine Alternative", so Girke.