Burg l Der Sanierungsplan sieht nun einen massiven Arbeitskräfteabbau vor. Wie Axel Weber von der IG Metall der Volksstimme sagte, sollen von den derzeit 67 Arbeitsplätzen nur 29 erhalten bleiben. Zu diesen 29 gehören acht Auszubildende.

Am Dienstagabend hatte es eine Zusammenkunft der Belegschaft, die zu 80 Prozent in der Gewerkschaft organisiert ist, mit IG Metall-Vertretern in Burg gegeben. Gestern folgten Verhandlungen der Gewerkschaft und des Betriebsrates mit den Geschäftsführenden Gesellschaftern. Axel Weber: "Der Betriebsrat ist zuversichtlich, dass neben den 29 noch eine Hand voll Kollegen weiterbeschäftigt werden kann. Ansonsten geht es jetzt um das Verhandeln eines Sozialplanes."

Die ESC-Mitarbeiter verzichten seit 2013 bereits auf Tarifleistungen wie das 13. Monatgehalt und die Altersteilzeit. Der Sanierungsplan sieht nun vor, dass die verbleibenden Kollegen zwei Stunden mehr in der Woche arbeiten sollen. Dem muss die Metallgewerkschaft allerdings noch zustimmen.

Die Geschäftsführenden Gesellschafter hatten die Insolvenz in Eigenregie damit begründet, dass das Unternehmen seit Jahren in einer existenzbedrohenden Krise stecke. 2012 ging der Umsatz von 54 auf 36 Millionen Euro zurück, 2013 dann auf 26 Millionen Euro. In beiden Jahren bilanzierte ESC einen Verlust von jeweils zwei Millionen Euro.

Die Georgsmarienhütte Holding GmbH hatte ESC, bis 2009 Walzwerk Burg GmbH, zum 1. Januar 2013 an die beiden Privatinvestoren Christian Borsche und Frank Jürging verkauft. Die Volksstimme konnte sie gestern nicht erreichen.