Nieselregen und Temperaturen um die 17 Grad - nicht gerade die besten Bedingungen für ein rauschendes Fest. Doch durch das mäßige Wetter ließen die meisten Burger sich ihr Rolandfest nicht vermiesen. Im Gegenteil: Viele glückliche Gesichter schlenderten von Freitag bis Sonntag über den Roland-, Gummersbacher- und Magdalenenplatz.

Burg l Auf seine Kosten kam sicherlich jeder der Besucher, der mit Kapuze, Regencape- oder Schirm dem Wetter trotzte. Das abwechslungsreiche Programm, die zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten und kulinarischen Leckerbissen für die verschiedensten Geschmäcker konnten sich sehen lassen und lockten nicht nur Gäste aus Burg an.

Hildegard und Werner Schröder aus Genthin zum Beispiel kommen gern zum Rolandfest: "Wir sind nicht das erste Mal hier. Zwar spielt das Wetter in diesem Jahr nicht so mit, aber das macht nichts, für ein Bier und eine Bratwurst kann man sich auch gemütlich unterstellen", gab sich das Paar regenresistent. Neben Bratwürsten und Bier gab es mittelalterliche Kost, Schmalzkuchen, Lebkuchenherzen, Fisch, Bowle und vieles mehr.

Auch Sylvia Tyrasa ließ sich vom Regen die Laune nicht vermiesen. Die Essenerin, die einige Stände auf dem Rolandplatz betrieb, hatte vorgesorgt: "Wir haben sehr viel Glühwein verkauft. Es hatte ein bisschen was vom Weihnachtsmarkt. Regen ist das Schlimmste, da sind die Leute meist nicht so gut drauf. Für das Wetter war die Stimmung aber doch richtig gut." Tagsüber liefen die Geschäfte zwar nicht wie erhofft. Abends wurde es aber ordentlich voll. Gerade das Feuerwerk am Samstagabend wollten sich zahlreiche Burger nicht entgehen lassen.

Viele Besucher kamen auch auf einen kleinen Einkaufsbummel vorbei: Ob Schals, Schlüsselanhänger oder Spielzeug - bei den vielen Ständen konnte das ein oder andere Schnäppchen geschlagen werden.

Als Jugendtreff entpuppte sich schnell der Gummersbacher-Platz. Zwischen Autoscooter und Break-Dancer trafen sich die Teenager aus der Umgebung.

Ein Glanzlicht nach dem anderen wurde Jung und Alt auch auf dem Schwabschulhof geboten. Neben mittelalterlichen Klängen und einem großen Essensangebot wurde Dudelsack-Musik gespielt, Feuer gespuckt, gesungen und mit Schwertern gekämpft. Wer wollte und entsprechend Zeit mitbrachte, konnte in der mobilen Gauklerschule sogar das Jonglieren lernen oder sich in der Kerzenzieherei selbst versuchen.

Den absoluten Höhepunkt des Festes markierte am Sonntagnachmittag nach Sängerin Bianca Graf das Schlager-Duo Klaus Klaus. Die Hamburger hatten immer einen flotten Spruch auf den Lippen und gaben unter anderem ihre Hits "An der Nordseeküste", "Da steht ein Pferd auf dem Flur" und "Die Krankenschwester" zum Besten. Einige Lieder hatten sie extra kurzerhand auf Burg oder auf das wohlbekömmliche Kirschbier umgetextet. Das kam an: Es wurde sich eingehakt, geschunkelt und mitgesungen.

"Schietwetter" kennen die zwei Nordlichter und lieferten trotz des Regens eine klasse Show und animierten die Besucher zu einer lustigen Polonaise. Zum krönenden Abschluss standen sie noch für Autogramme und Bilder bereit.

Mehr Bilder zum Rolandfest unter www.volksstimme.de/rolandfestbrg

 

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