Biederitz (tra) l Nachdem der Bahnübergang in der Woltersdorfer Straße eine neue Schrankenanlage erhalten hat, die im Juli in Betrieb gegangen war, haben die Horrorszenarien, die diesen Übergang im Vorjahr in die Schlagzeilen gebracht hatten, offenbar ihr Ende gefunden. Die Anlage ist moderner Sicherheitstechnik ausgestattet, hatte die Bahn bei einem Vor-Ort-Treffen vor Beginn der Bauarbeiten angekündigt.

Die beidseitigen Schranken schließen so, dass zunächst die so genannten beiden Einfahrschranken herunter gehen. Die Fahrzeuge, die sich noch auf den Gleisen befinden, können noch herausfahren. Dann erst schließen die Ausfahrschranken.

Eine Gefahrraum-Freimeldeanlage macht den Übergang noch zusätzlich sicher (siehe Burger Volksstimme vom 9. September).

Ein weißer Behälter seitlich des Bahnüberganges überwacht ähnlich einem Radar den Raum am gesamten Übergang. Falls sich beim Nähern eines Zuges noch Gegenstände im Bereich der Gleise befinden, werden die Signale für den Zug auf Rot gestellt. Er wird den Bahnübergang nicht erreichen. Die Schranken schließen nicht.

Dies war bei der alten Anlage nicht immer gewährleistet. Wie Fotos von Bürgern, die sich zufällig am Bahnübergang befanden, belegen, waren die Schranken geöffnet und das Blinksignal blieb dunkel, während sich Züge auf den Gleisen befanden.

Die Bahn hatte immer behauptet, dass die Anlage sicher sei. Der hoch gefährliche Zustand hatte nicht nur die Eltern von Schulkindern alarmiert, die den Übergang auf ihrem Weg zur Schule überwinden müssen, sondern auch Presse, Rundfunk und Fernsehen auf den Plan gerufen.

Im Zuge der Sanierung mussten rund 900 Meter Kabel neu verlegt werden, informierte die Projektverantwortliche der Bahn Martina Meissner. Neu gestaltet wurde auch der Übergang für die Fußgänger.

 

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