Der Bruch im alten Bahndamm der einstigen Linie Magdeburg-Berlin, der vor einem Jahr durch das Elbhochwasser verursacht worden war, ist wieder geschlossen. Am Donnerstag war Bauabnahme.

Hohenwarthe l Innerhalb von rund drei Monaten Bauzeit seien durch die Baufirma Eurovia praktisch drei Fliegen mit einer Klappe geschlagen worden, sagte vor Ort der Genthiner Flussbereichsleiter des Landesbetriebes für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft, Reinhard Kürschner. Zunächst sei der alte Berliner Eisenbahndamm wieder verschlossen worden. Zusätzlich ist ein Deichverteidigungsweg entstanden, um im Fall der Fälle schnell an den Bahndamm zu gelangen und das für seine Verteidigung Notwendige zu tun.

Und zum dritten ist die Stelle, an dem der Elbdeich gebrochen und überspült worden ist, ordentlich wiederhergestellt worden. Hier waren im Juni 2013 in einer Gewaltaktion per Hubschrauber, mit Booten und der per Hand tonnenweise Big Bags und Sandsäcke versenkt und verbaut worden. Der Elbdeich verläuft in Ufernähe. Der Bahndamm ist rund ein Kilometer von der Elbe entfernt.

Kürschner lobte die trotz einiger Straßensperren kurze Bauzeit und konstatierte, dass auch die Baukosten im geplanten Rahmen liegen. Rund 250 000 Euro hat die Beseitigung dieses Flutschadens vom Juni des Vorjahres gekostet. Der Lückenschluss ist zum Zwecke des wirksamen Hochwasserschutzes vom Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft vorgenommen worden, obwohl der alte Eisenbahndamm kein eigentliches Wasserschutzbauwerk im Sinne eines gewidmeten Deiches ist. Er stelle lediglich die zweite Verteidigungslinie dar.

Der eigentliche Deich nahe des Elbufers, warf Hartmut Dehne von der Möseraner Verwaltung ein, sei aber nicht wirklich wirksam zu verteidigen. Um so wichtiger sei es, appellierte Kürschner an das Landesverwaltungsamt, die Planungen für die Deichrückverlegung weiter voranzutreiben.

Vorgesehen ist, in den nächsten zwei bis drei Jahren den Deich zurückzuverlegen, um der Elbe bei Hochwasser zusätzliche Überflutungsfläche zu schaffen.

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