90 000 Euro lässt sich der Burger Wasserverband die Grundreinigung des zweiten Belebungsbeckens des Klärwerkes in Blumenthal kosten, die jetzt abgeschlossen wurde.

Burg l "Aber das Geld ist gut angelegt, wenn wir das inzwischen 20 Jahre alte Klärwerk in einem baulich und technisch weiterhin guten Zustand halten wollen", so Verbandsgeschäftsführer Mario Schmidt, der sich zusammen mit der Technischen Leiterin Ina Kreiß kurz vor Abschluss der Arbeiten vom Leiter der Kläranlage, Norbert Neumann, erläutern ließ, was die eigenen Mitarbeiter und die von Fremdfirmen geschafft haben.

Allein fünf Tage dauerte es, das Tausende Kubikmeter fassende Becken leerzupumpen. Dafür musste eine zeitweilige Grundwasserabsenkung stattfinden, damit das leere Becken, das einen Durchmesser von 33 Metern hat und in dem das zu reinigende Abwasser gewöhnlich sechs Meter hoch steht, nicht auftreibt. Aus dem geleerten Becken wurden dann etwa 100 Tonnen Sand und anderes Material, das eine dicke Schlammschicht gebildet hatte, entsorgt. Die 416 Belüfter und die drei Rührwerke des Beckens wurden gewartet und zum Teil erneuert. Nach der Reinigung rechnet Anlagen-Chef Neumann nun mit einer spürbaren Verringerung des Energiebedarfs der Anlage.

Das erste der beiden Belebungsbecken des Klärwerkes war bereits 2011 gründlich entschlammt und gereinigt worden. Die Kapazität des Burger Klärwerkes ist zu 90 Prozent ausgelastet. In Blumenthal wird das Abwasser aus der Stadt Burg, den Burger Ortsteilen sowie aus Schermen gereinigt.