Nach neuer Technik und neuer Garage bekommt die Dornburger Wehr als I-Tüfelchen noch einen neuen Mannschaftstransporter. "Der Gefahrenschwerpunkt in Dornburg wurde erkannt", würdigte Ortswehrleiter Odin Markmann die Anschaffung.

Dornburg l Blaulicht in Dornburg. Doch dieses Mal war keine Gefahr in Verzug. Ganz im Gegenteil: Das Blaulicht sorgte für große Freude, denn es kam vom neuen Mannschaftstransportwagen für die Freiwillige Feuerwehr Dornburg. Ganz in Rot, mit Wappen der Dornburger Wehr, Anhängerkupplung, Digitalfunk und neun Sitzen steht der Mercedes Vito nun in der eigens dafür errichteten neuen Garage. Vier Jahre ist der Transporter alt. 50 000 Kilometer hat er runter. Aber er wurde wieder aufgebaut, sodass er strahlt wie neu.

Ein Fahrzeug, das schon lange überfällig war. Bis 2008 hatte die Wehr noch einen Barkas, doch der musste dann stillgelegt werden. Seitdem gab es nur ein Staffelfahrzeug, dass sechs Personen transportieren konnte. Vor allem beim Hochwasser kam es da zu Schwierigkeiten.

"Sandsäcke, Versorgung, Betriebsstoffe und Material sind wir viel mit unseren Privatfahrzeugen gefahren", berichtet Ortswehrleiter Odin Markmann. Auch Ausbildungsfahrten wurden oft mit Privatfahrzeugen der Feuerwehrmänner bestritten.

Doch das hat jetzt ein Ende. 22 500 Euro wurde seitens der Gemeinde für das Fahrzeug investiert. Außerdem noch 7 500 Euro für die Garage, bei der sich bei Aufbau und Technik René Herrmann, alle Feuerwehrmänner und mehrere Firmen beteiligten.

Doch damit nicht genug: In den vergangenen Wochen und Monaten wurde die Dornburger Wehr auch mit neuer Technik aufgerüstet. Wathosen, Notstrom, Tauchpumpe, ein Beleuchtungssatz und auch ein Festnetzttelefon im Gerätehaus, da Funkverkehr in Dornburg schwierig ist, nennt die Wehr jetzt ihr eigen.

"Technik und Ausstattung wurden auf Dornburg zugeschnitten auf Grund der Hochwasser- und Drängwasserproblematik. Über Erstmaßnahmen hinaus sind wir nun in der Lage, den Einsatz speziell bei Hochwasser mit eigenen Mitteln führen zu können. Unabhängig von anderen Wehren können wir nun zufassen", wertete Ortswehrleiter Odin Markmann. Er und auch Bürgermeister Jens Hünerbein, der den neuen Wagen persönlich übergab, sehen jetzt positiv in die Zukunft. "Für uns ist es ein Meilenstein, der Gefahrenschwerpunkt wurde erkannt", so Markmann. "Vielleicht ist jetzt zur Verstärkung der Wehr auch eine Jugendwehr denkbar", regte Hünerbein an. Er wünschte allzeit gute Fahrt und mit Augenzwinkern "bitte keine Beulen", denn die Ausmaße der Garage sind ziemlich passgenau für den Transporter.