Den Theeßener Gewerbetreibenden und Firmen soll bei hochwertigen Datenverbindungen und -anschlüssen schnell geholfen werden.

Theeßen l "Diese Voraussetzungen sind in Theeßen seit langer Zeit unzureichend", weiß Möckerns Stadtbürgermeister Frank von Holly. "Gegenwärtig erstellt unser Landkreis eine Machbarkeitsstudie, auf deren Grundlage ein zukünftiger Netzausbau im gesamten Landkreis geprüft wird, dessen Realisierung dann vielleicht 2016 beginnt. Da diese Aussicht wenig befriedigend ist, haben wir uns nach anderen Möglichkeiten umgeschaut", so von Holly weiter.

Und so präsentierte die Firma Business Communication Companie GmbH (BCC) aus Barleben auf einer Informationsveranstaltung ihre Vorstellungen für schnelles Internet, um den Theeßener Gewerbetreibenden und Firmen möglichst schnell zu helfen. Dirk Meier (Tischlerei) brachte die Meinung aller auf den Punkt: "Der aktuelle Zustand ist frustierend und nicht mehr zeitgemäß." Derzeit gibt es 24 Gewerbetreibende im Ort.

Technische Basis für das schnelle Internet ist ein für die Avacon, als Partner von BCC, verlegtes Glasfaserkabel, das dieser Tage verlegt wird. Frank von Holly: "Auf dieser Grundlage sind zukünftige Bandbreiten von mindestens 50 MB im Gewerbegebiet möglich." Bei Glasfaserkabel gibt es keine Begrenzung nach oben. Bei Bedarf könne also in einigen Jahren aufgestockt werden. Und, so der Stadtbürgermeister weiter, Glasfaser macht Sinn, wenn es bis ins Haus geht. "Das ist ein wesentlicher Vorteil."

Ellen Sommerfeldt, die nur von ihrem Büro in Burg aus arbeiten kann, wies daraufhin, dass im Ort bereits Glasfaserkabel der Telekom verlegt sind. Außerdem gibt es drei Sendetürme, von denen aber im Ort kaum Signale empfangen werden. "Diese Netzbetreiber sind nicht gesprächsbereit", erklärte Frank von Holly. "Müssen wir dazu die Dorfstraße noch einmal aufreißen?", fragte Mario Grauenhorst (landwirtschaftlicher Familienbetrieb) an. "Welche Vorteile hat die neue Variante gegenüber LTE?", wollte Frank Worm (Bauplanungsbüro) wissen.

Im Gewerbegebiet müsse eine Schaltstation angeschlossen werden, erklärte Marco Braune-Frehse von der Avacon AG. Anknüpfungspunkt ist der Trafo an der Feuerwehr. Für Firmen, die sich außerhalb des Gewerbegebietes befinden, werden Verteilerstationen benötigt. Die Kosten für die Nutzer des künftigen schnellen Internets seien sicher etwas höher als jetzt, aber man könne dann uneingeschränkt arbeiten.

"Von welchem Realisierungszeitraum sprechen wir hier?", fragte Jan-Frederik Schneider (Promens). Die Antwort interessierte alle Anwesenden, wollen sie doch lieber heute als morgen über schnelles Internet verfügen. "Nach der Bedarfsermittlung könnte in etwa acht Wochen ein Budgetangebot vorliegen", machte Marko Briest, Senior Account Manager icyteas deutlich. "Macht es. Wir wollen und wir brauchen das schnelle Internet", forderte Ellen Sommerfeldt.

Die Frage, ob auch Privatanschlüsse von diesen Investitionen profitieren können, wurde zunächst hinten angestellt. Marco Braune-Fehse: "Darüber muss man später reden."