Die Einheitsgemeinde Möckern hat ihre Regionalbereichsbeamten. Am Donnerstagvormittag wurden Polizeiobermeisterin Karin Stoyke und Polizeihauptmeister Thomas Häntsch offiziell in ihre neue Arbeit eingeführt.

Möckern l Ganz so neu ist der Arbeitsplatz Möckern für beide nicht. Thomas Häntsch tat seinen Dienst in der Stadt schon in den Jahren 2005 bis 2011 und ist zudem Gründungsmitglied des Feuerwehrfördervereines Möckern. Und seine Kollegin Karin Stoyke war bis 2002 in Möckern stationiert und von 2011 bis 2014 in Loburg. Beste Voraussetzungen also, hier als Regionalbereichsbeamte zu arbeiten. Denn Bürgernähe ist mit oberstes Ziel der neuen Polizeijobs, von denen es nach Vorstellungen der Landesregierung in Sachsen-Anhalt mit Beginn des kommenden Jahres insgesamt 305 geben soll.

Die beiden Polizisten werden vorerst weiterhin die Räume der ehemaligen Revierstation nutzen. "Aber die sind eigentlich viel zu groß", sagt der neue Polizeichef im Jerichower Land, Christian Fenderl. Fenderl würde die beiden Polizisten am liebsten - natürlich gegen Miete und Kostenbeteiligung - im Rathaus Möckern unterbringen, in der Nähe des Ordnungsamtes. Aber da sieht Stadtchef Frank von Holly keine Chance. "Wir haben keinen Platz", sagt Möckerns Stadtoberster und empfiehlt, vielleicht doch nicht die Revierräume in Loburg aufzugeben. Denn schließlich ist das Ordnungsamt der Stadt Möckern ja auch in Loburg und nicht in Möckern angesiedelt.

Polizeichef Fenderl und Stadtchef von Holly sehen Vorteile, wenn Ordnungsamt und Regionalbereichsbeamte gemeinsame Sache machen, wo sich das anbietet. So soll der Sprechtag der beiden Beamten auf den Sprechtag der Stadtverwaltung fallen.

Ansonsten soll die 40-Stunden-Woche der beiden Kontaktbeamten so strukturiert werden, dass er dem Bedarf entspricht. Das bedeutet zwar auch Spät- und Nachtschichten sowie Wochenend-Dienste, aber eben doch vor allem das Tagesgeschäft. Denn die Regionalbereichsbeamten sollen präsent sein, besonders für die älteren Leute und die Schulkinder.

Den Regionalbereichsbeamten obliegen vornehmlich die Aufgaben der Präsenz und Prävention in der Gemeinde. Sie sollen für alle polizeilichen Belange als Ansprechpartner zur Verfügung stehen und Kontakte zu den verschiedensten Stellen, beispielsweise zu den Kommunalverwaltungen, zu Schulen, Vereinen oder Unternehmen pflegen. Zu den Aufgaben der beiden Kontaktbeamten gehört aber auch die Strafverfolgung, die Anzeigenaufnahme oder die Kontrolle des Verkehrs. "Vom Notrufmanagement sind die Regionalbereichsbeamten aber befreit", erklärt der Burger Polizeichef Fenderl. Dafür gibt es schließlich jetzt das System der Streifenbereiche, welches ermöglichen soll, dass die Polizei rund um die Uhr möglichst in 20 Minuten vor Ort ist. Für Möckern wurde ein eigener Streifenbereich definiert, mit einem Streifenwagen und zwei Mann Besatzung, 24 Stunden am Tag.

"Wir wollen jetzt erst einmal dafür sorgen, dass man uns in allen Ortschaften kennenlernt", sagt Thomas Häntsch.Stadtchef von Holly will die beiden zur anstehenden Ortsbürgermeisterdienstberatung mitnehmen.